29 March 2026, 04:15

Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf 52-Wochen-Tief – Ölpreise und Importe belasten den Konzern

Eine Liniengrafik, die die Trends bei der US-Öl/Petroleum-Produktion, -Einfuhren und -Exporten im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf 52-Wochen-Tief – Ölpreise und Importe belasten den Konzern

Der Aktienkurs von Thyssenkrupp ist auf ein 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro abgesackt – ein drastischer Rückgang gegenüber dem Oktober-Hoch von 13,24 Euro. Der Einbruch spiegelt die generellen Schwierigkeiten im Industriesektor wider, wo steigende Ölpreise und billige Importe die Stahlproduktion unter Druck setzen. Analysten warnen nun, dass die Aktie des Konzerns weiter unter Druck bleiben wird, sofern sich die Marktbedingungen nicht bald bessern.

Innerhalb der letzten 30 Tage haben die Thyssenkrupp-Aktien etwa 31 Prozent verloren und liegen damit fast 44 Prozent unter ihrem Oktober-Höchststand. Aktuelle Schätzungen taxieren den Kurs auf rund 8 Euro, basierend auf einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,14 für 2026 und einem Gewinn pro Aktie von 0,4687 Euro. Auch andere Unternehmen der Branche leiden: Die Aktie von Renk fiel von 90,37 Euro im Oktober 2025 auf 55,19 Euro im März 2026, während Takkt bis Dezember 2025 rund 51,9 Prozent an Wert verlor.

Die Probleme des Konzerns resultieren aus explodierenden Ölpreisen und einer Flut günstiger Importe. Mit Brent-Öl bei etwa 113 US-Dollar pro Fass und OPEC-Öl bei 143 Dollar sind die Produktionskosten stark gestiegen. Die globale Ölknappheit – geschätzt auf 11 Millionen Fass pro Tag – verschärft die Lage zusätzlich und zwingt Thyssenkrupp, die Produktion am französischen Standort zu drosseln.

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Die wirtschaftliche Perspektive Deutschlands hat sich weiter eingetrübt, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz den gesetzlich festgelegten Kohleausstieg bis 2038 infrage stellte. Unterdessen bereitet die Bundesregierung ein Entlastungspaket für die Spritpreise vor und erwägt, nationale Ölreserven freizugeben, um die Lage zu entspannen. Auch die Raiffeisen Bank hat ihre Wachstumsprognose für Thyssenkrupp im Jahr 2026 nach unten korrigiert und unterstreicht damit die schwierigen Rahmenbedingungen für zyklische Industriewerte.

Die Thyssenkrupp-Aktie wird voraussichtlich weiter unter Druck stehen, sofern die Ölpreise nicht sinken und der Importdruck nachlässt. Die geplanten Produktionskürzungen und die verschlechterten Finanzprognosen deuten auf ein herausforderndes Jahr hin. Da keine kurzfristige Entlastung in Sicht ist, stellen sich Anleger auf anhaltende Schwankungen im Industriesektor ein.

Quelle