22 March 2026, 12:18

Thüringen startet Milliarden-Investitionsoffensive für Kommunen und Infrastruktur

Infografischer Plakat mit dem Titel "Investitionen in Amerika" mit Daten zu Branchen, die in den USA investieren, einschließlich Arbeitsplatzzahlen, Investitionstypen, Zeitpläne und unterstützende Grafiken und Diagramme.

Wolf: "Geschwindigkeit zählt bei Investitionen" - Thüringen startet Milliarden-Investitionsoffensive für Kommunen und Infrastruktur

Thüringen erhält in den nächsten zwölf Jahren Bundesmittel in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Der Freistaat plant, erstmals seit Jahren über zwei Milliarden Euro jährlich zu investieren – ein deutlicher Kurswechsel in seiner Finanzstrategie.

Um die Verbesserungen zu beschleunigen, haben die Verantwortlichen ein Investitionsprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro für die Kommunen aufgelegt, das bis 2029 läuft. Ziel ist es, langjährige Rückstände abzubauen und die Lebens- sowie Wirtschaftsbedingungen für Bürger und Unternehmen zu verbessern.

Die Mittel sollen in unterfinanzierte Projekte in zentralen Bereichen fließen, darunter innere Sicherheit, Digitalisierung, Energie, Bildung und Forschung. Zusätzlich wurden 75 Millionen Euro speziell für Strukturreformen im Thüringer Krankenhaussystem bereitgestellt.

Anders als andere Bundesländer, die sich am Länderfinanzausgleich für eine gerechte Umsatzverteilung orientieren, geht Thüringen einen eigenen Weg. Das neue Modell reduziert bürokratische Hürden, sodass Kommunen schneller an Gelder kommen, während das Land Zinsen und Tilgungen übernimmt. Finanzministerin Katja Wolf betont die Dringlichkeit und verweist auf mögliche Preisanstiege durch den Iran-Konflikt.

Konkrete Vorhaben sind bereits in Planung. Dazu zählen zehn Millionen Euro für die Digitalisierung im Gesundheitswesen, acht Millionen Euro für niederflurige ÖPNV-Fahrzeuge und 16 Millionen Euro für ein neues Landesrechenzentrum. Bis 2024 will Thüringen rund 633 Millionen Euro – etwa ein Viertel der Bundesmittel – in diese und weitere Projekte investieren.

Der Freistaat verzichtet dabei auf das übliche Bundesverteilungsmodell, bei dem die Mittel nach Einwohnerzahl aufgeteilt werden. Stattdessen setzt er auf direkte, flexible Unterstützung vor Ort, auch wenn Details zur langfristigen Verteilung noch offen sind.

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Mit der Investitionsoffensive steigt Thüringen auf jährliche Ausgaben von zwei Milliarden Euro – ein Novum in der jüngeren Geschichte. Das Milliarde-Euro-Programm für Kommunen und die beschleunigten Projekte sollen Verzögerungen und Bürokratie abbauen. Mit Rückendeckung des Bundes erwartet das Land, in den kommenden Jahren Infrastruktur, Dienstleistungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen deutlich zu verbessern.

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