Suhl beschließt massiven Windkraft-Ausbau – Proteste vor der Tür
Öffentliche Versammlung in Suhl billigt massiven Ausbau von Windkraftflächen in Südwestthüringen
Eine öffentliche Sitzung in Suhl hat den massiven Ausbau von Windkraftstandorten in Südwestthüringen beschlossen. Die Entscheidung, die von 21 Mitgliedern des Regionalen Planungsverbands unterstützt wurde, weist 40 neue Flächen für Windräder aus. Gleichzeitig protestierten rund 150 lokale Kritiker mit einer schweigenden Mahnwache gegen die Pläne.
Der Regionale Planungsverband Südwestthüringen (RPV) traf sich am Mittwoch, um über den zweiten Entwurf des Regionalplans abzustimmen. Die genehmigte Fassung erhöht die für Windkraftanlagen vorgesehenen Flächen von 0,15 % auf 1,7 % – was etwa 6.900 Hektar entspricht. Zudem werden 40 Windvorranggebiete ausgewiesen, darunter sieben in der Rhön, etwa am Dietrichsberg bei Vacha und am Hetzeberg bei Möhra.
Eines der neu festgelegten Gebiete, bisher als Windvorranggebiet 4 ("Bornkopf") bekannt, wurde in Windvorranggebiet 14 ("Salzunger Berg bei Weilar") umbenannt. Die Änderungen sorgen vor allem bei lokalen Initiativen für Besorgnis, insbesondere bei denen, die sich gegen Windräder in Wäldern aussprechen.
Vor dem Sitzungssaal versammelten sich rund 150 Demonstranten zu einer schweigenden Kundgebung. Darunter war auch die Bürgerinitiative Stadtlengsfeld gegen Windkraftanlagen in Wäldern (BI), die seit Langem die Ausweitung der Windenergie kritisiert. Die öffentliche Konsultationsphase zum Plan läuft nun vom 18. Mai an acht Wochen lang.
Der beschlossene Entwurf bedeutet eine deutliche Steigerung der Windenergiekapazitäten in der Region. Mit den 40 neuen Standorten geht der Plan nun in die nächste Phase der öffentlichen Prüfung. Lokale Widerstandsgruppen bleiben jedoch skeptisch hinsichtlich der ökologischen und landschaftlichen Folgen.






