Stichwahl in Neuburg: Gerhard Schröder gegen CSU-Kandidaten um Bürgermeisteramt
Noah WeberStichwahl in Neuburg - CSU-Kandidat liegt hinter Grünem zurück - Stichwahl in Neuburg: Gerhard Schröder gegen CSU-Kandidaten um Bürgermeisteramt
Neuburg an der Donau wählt in zwei Wochen den Bürgermeister in der Stichwahl
Gegenüber stehen sich der Grüne Gerhard Schröder und der CSU-Kandidat Matthias Englhuber. Aktuell führt Schröder mit 38,4 Prozent der Stimmen, während Englhuber bei 32,7 Prozent liegt.
Ursprünglich hatten sich fünf Bewerber um die Nachfolge des langjährigen Amtsinhabers Bernhard Gmehling beworben, der das Amt über 20 Jahre innehatte. Der 67-jährige Bürgermeister trat diesmal nicht mehr an.
Gerhard Schröder, der sowohl für die Grünen als auch für die SPD antritt, zieht damit zum zweiten Mal in die Stichwahl ein. 2016 unterlag er im Finalduell noch Gmehling, der damals für die CSU kandidierte. In diesem Jahr profitiert sein Wahlkampf von der wachsenden Unterstützung für Umweltthemen.
Die Grünen haben ihren Einfluss in der Kommunalpolitik kontinuierlich ausgebaut. 2020 stellten sie vier Stadträte, 2024 sind es bereits sieben. Themen wie Klimaschutz und Projekte zum Erhalt der Donau treiben ihren Aufstieg voran. Die CSU bleibt zwar weiterhin die dominierende Kraft, verlor jedoch leicht an Sitzplätzen – von 16 im Jahr 2020 auf 15 in der aktuellen Legislaturperiode.
Sollte Schröder gewinnen, wäre er nach Martin Heilig in Würzburg erst der zweite grüne Oberbürgermeister in Bayern.
Die Stichwahl entscheidet nun, ob Neuburgs neuer Bürgermeister von der CSU oder den Grünen gestellt wird. Ein Sieg Schröders würde eine politische Wende für die Stadt bedeuten. Das Ergebnis wird zudem die bundesweiten Trends hin zu mehr lokaler Unterstützung für Umwelt- und Klimapolitik widerspiegeln.