Steuerzahlerbund prüft 290.000-Euro-Rebranding der hessischen Landesregierung
Elias WernerSteuerzahlerbund prüft 290.000-Euro-Rebranding der hessischen Landesregierung
Der Bund der Steuerzahler Hessen prüft die jüngsten Ausgaben der Landesregierung in Höhe von 290.000 Euro für ein neues Corporate Design. Der Vorsitzende Joachim Papendick stellt infrage, ob die Neupositionierung der Öffentlichkeit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten tatsächlich Nutzen bringt.
Papendick kritisierte die Kosten und den Zeitpunkt des Projekts und argumentierte, Steuergelder sollten stattdessen in dringend benötigte Leistungen fließen. Besonders hob er Bildung, Infrastruktur und innere Sicherheit als Bereiche hervor, die stärker gefördert werden müssten.
Der Verband untersucht nun, ob die Ausgaben gerechtfertigt sind. Falls sie als überzogen eingestuft werden, könnte das Rebranding in das jährliche "Schwarzbuch der öffentlichen Verschwendung" aufgenommen werden, das fragwürdige Staatsausgaben dokumentiert.
Obwohl die Organisation die Notwendigkeit eines modernen Erscheinungsbildes anerkennt, besteht sie darauf, dass künftige Ausgaben stärker am öffentlichen Bedarf ausgerichtet werden müssen. Die Landesregierung hat sich zu der Kritik bisher nicht geäußert.
Die Prüfung soll klären, ob das neue Design den Steuerzahlern einen Mehrwert bietet. Werden die Kosten als unverhältnismäßig bewertet, könnte das Projekt öffentlich als Geldverschwendung eingestuft werden. Das Ergebnis könnte künftige ähnliche Vorhaben der Landesregierung beeinflussen.






