17 June 2026, 18:00

Steinmeiers Asienreise: Zwischen Handelsdeals und Kritik an Rohstoffabbau

Steinmeiers Asienreise: Zwischen Handelsinteressen und Menschenrechtsvorwürfen

Steinmeiers Asienreise: Zwischen Handelsdeals und Kritik an Rohstoffabbau

Frank-Walter Steinmeier bereitet sich auf eine Reise nach Indonesien und auf die Philippinen vor. Die Handelsabkommen der EU mit beiden Ländern stehen dabei im Fokus, da sie entweder bereits in Kraft sind oder derzeit verhandelt werden. Drei linke Abgeordnete haben Bundespräsident Steinmeier in einem Schreiben aufgefordert, sich nicht als Vertreter der deutschen Industrie zu präsentieren. Stattdessen soll er sich mit Gemeinschaften treffen, die von den Aktivitäten deutscher Unternehmen in Indonesien und auf den Philippinen betroffen sind. Besonders der Nickelabbau in Indonesien ist mit gravierenden Problemen verbunden, darunter Wasserverschmutzung, Abholzung und Zwangsumsiedlungen von Anwohnern.

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Das bestehende Handelsabkommen der EU mit Indonesien enthält zwar ein umfassendes Nachhaltigkeitskapitel, doch die Abgeordneten äußern weiterhin Bedenken. Sie warnen vor einem 'neuen, grünen Kolonialismus' bei Deutschlands Rohstoffimporten aus der Region und betonen die Spannung zwischen wirtschaftlichen Interessen und ethischen Erwägungen.

Steinmeiers Gespräche mit internationalen Partnern berücksichtigen laut offiziellen Angaben alle relevanten Anliegen der deutschen Außenpolitik. Dennoch fordern die Politiker eine stärkere Einbindung lokaler Gemeinschaften in die Entscheidungsprozesse. Die Forderungen der Abgeordneten unterstreichen die Notwendigkeit, wirtschaftliche Zusammenarbeit mit sozialer und ökologischer Verantwortung in Einklang zu bringen. Die anstehende Reise Steinmeiers könnte eine Gelegenheit bieten, diese Themen direkt vor Ort zu diskutieren und Lösungsansätze zu entwickeln.

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