SPD-Fraktionschef fordert Rentenbeiträge für Abgeordnete bis Juli
Matthias Miersch, der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, hat Abgeordnete aufgefordert, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Er argumentierte, dass Politiker wie alle anderen Arbeitnehmer entsprechend ihrem Einkommen Beiträge leisten sollten. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Debatten über die Reform der Sozialversicherung an Fahrt aufnehmen.
Miersch betonte, dass Fairness bedeute, dass alle – einschließlich der Abgeordneten – Renten-, Pflege- und Krankenversicherung nach ihrem Einkommen finanzieren müssten. Dies sei ein logischer Schritt angesichts ihrer Mitgestaltung des Systems.
Zum Zeitplan der Reformen erklärte er, dass die Sozialpartner und der Koalitionsausschuss bis zum 1. Juli konkrete Vorschläge vorlegen sollten. Zwar räumte er ein, dass die anstehende Sommerpause mehr Zeit für die Feinabstimmung der Pläne biete, doch bleibe das Ziel ambitioniert.
Die Idee einer „konzertierten Aktion“ – eines formalen Runden Tisches mit Gewerkschaften, Arbeitgebern und Regierung – wies Miersch als unnötig zurück. Stattdessen verwies er auf die laufenden Verhandlungen, die ausreichten, um Fortschritte zu erzielen.
Der Vorstoß des SPD-Politikers für Beitragspflichten der Abgeordneten ist Teil umfassender Bestrebungen, die Finanzierung der Sozialversicherung zu reformieren. Über die Vorschläge soll bis Anfang Juli entschieden werden. Das Ergebnis wird zeigen, wie sich die Abgeordneten künftig selbst in das Rentensystem einbringen.






