Spahn fordert Kehrtwende: Kein Zwang bei Heizungen in Bestandsgebäuden
Spahn zum Heizungsgesetz: Es darf keine Verpflichtung für bestehende Heizsysteme geben - Spahn fordert Kehrtwende: Kein Zwang bei Heizungen in Bestandsgebäuden
Spahn zum Heizungsgesetz: Bei Bestandsanlagen darf es keinen Zwang geben
Spahn zum Heizungsgesetz: Bei Bestandsanlagen darf es keinen Zwang geben
- Dezember 2025, 09:27 Uhr
In der deutschen Heizungspolitik zeichnet sich ein grundlegender Wandel ab. Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, fordert die Streichung der Erneuerbare-Energien-Vorgaben für neue Heizungen in Altbauten. Sein Vorstoß bedeutet eine Abkehr von der bisherigen 65-Prozent-Pflicht und zielt darauf ab, Klimaschutzziele mit mehr Flexibilität zu verbinden.
Das überarbeitete Gesetz, das nun bis Ende Februar vorliegen soll, kommt mit Verspätung – ursprünglich war eine Verabschiedung vor Weihnachten geplant. An der Ausgestaltung der neuen Regeln sind maßgebliche Akteure wie der CSU-Politiker Andreas Lenz und der SPD-Abgeordnete Armand Zorn beteiligt.
Kern von Spahns Plan ist die Abschaffung strenger Vorgaben für Erneuerbare Energien in Bestandsgebäuden. Bisher schreibt das Gesetz vor, dass neue Heizungsanlagen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen. Der CDU-Fraktionschef plädiert jedoch für einen offeneren Ansatz, der eine größere Bandbreite an Technologien zulässt, ohne die Klimaziele aus den Augen zu verlieren.
Ob die 65-Prozent-Regelung gesenkt oder vollständig gestrichen wird, ließ Spahn bisher offen. Stattdessen betonte er die Notwendigkeit eines Gesetzes, das sowohl ökologische Ziele als auch praktikable Lösungen für Hauseigentümer unterstützt.
Der Koalitionsausschuss hat sich darauf verständigt, das Gesetz bis Ende Februar final zu beschließen – eine Verschiebung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Ein Entwurf der zentralen Grundsätze soll Anfang 2026 vorliegen, gefolgt von einer zügigen Verabschiedung. Eine Schlüsselrolle in den Verhandlungen nehmen die Fraktionsvorsitzenden Andreas Lenz (CSU) und Armand Zorn (SPD) ein.
Die geplanten Änderungen spiegeln das Bestreben wider, die Heizungsvorschriften anpassungsfähiger zu gestalten. Spahns Forderung nach Technologieoffenheit deutet auf einen Kurswechsel weg von starren Vorgaben hin, auch wenn konkrete Details noch verhandelt werden.
In den kommenden Monaten wird das neue Heizungsgesetz seine endgültige Form erhalten, wobei die Fertigstellung bis Ende Februar angestrebt wird. Je nach Verhandlungsergebnis könnten Hauseigentümer künftig weniger Einschränkungen bei der Installation neuer Heizsysteme erfahren.
Die Verabschiedung des Gesetzes im Jahr 2026 wird zeigen, wie Deutschland Klimaschutz mit praktikablen Heizlösungen in Einklang bringt. Derzeit steht vor allem die Suche nach einem Kompromiss zwischen Umweltzielen und Flexibilität für Immobilienbesitzer im Mittelpunkt.
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