22 April 2026, 06:29

Solinger Stadtrat blockiert bessere Beleuchtung für unsichere Schulhöfe

Eingang zu einer kinderfreundlichen Schule mit einem zentralen Torbogen und Tor, zwei Unterständen auf beiden Seiten, einer Straße unten und Bäumen im Hintergrund.

Solinger Stadtrat blockiert bessere Beleuchtung für unsichere Schulhöfe

Initiative für mehr Sicherheit auf Solinger Schulhöfen gescheitert – Rat lehnt Beleuchtungsvorschlag ab

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Ein Vorstoß zur Verbesserung der Sicherheit auf den Schulhöfen Solingens ist gescheitert, nachdem der Stadtrat einen Beleuchtungsantrag abgelehnt hat. Das Bündnis für Solingen (BfS) hatte moderne, energieeffiziente Beleuchtung gefordert, um die Flächen nach Einbruch der Dunkelheit sicherer zu machen. Der Plan wurde von Jugendlichen unterstützt, stieß jedoch bei allen anderen politischen Fraktionen auf Ablehnung.

Die BfS hatte beantragt, auf den Schulgeländen LED-Beleuchtung mit Bewegungsmeldern und optionalem Solarbetrieb zu installieren. Ziel war es, schlecht beleuchtete "Angsträume" zu reduzieren, während Energieverbrauch und Kosten niedrig gehalten werden. Die Initiative präsentierte den Vorschlag als kombinierte Sicherheits- und Umweltmaßnahme und argumentierte, er stehe im Einklang mit dem Klimaschutz.

Sämtliche anderen Fraktionen – CDU, SPD, Grüne, Die Linke, FDP, SG Zukunft und AfD – stimmten gegen den Plan. Der Bildungssprecher des BfS, Paul Bender, kritisierte die Entscheidung als heuchlerisch, angesichts der öffentlich bekundeten Unterstützung für Sicherheit und Nachhaltigkeit durch die Fraktionen. Er verwies auf Rückmeldungen von Jugendlichen, die dunkel beleuchtete Ecken als einschüchternd und unsicher beschrieben hätten.

Bender warf der Ratsmehrheit vor, ihre Pflicht zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger – insbesondere von Kindern und Familien – zu vernachlässigen. Die Ablehnung des Beleuchtungskonzepts sende eine fatale Botschaft an die Gemeinschaft, warnte er. Trotz des Rückschlags kündigte das BfS an, das Thema erneut in den Rat einzubringen und auf bessere Sicherheitsvorkehrungen für Schulhöfe zu drängen.

Die Initiative wies zudem darauf hin, dass die unzureichende Beleuchtung die Schulhöfe derzeit bereits in der Dämmerung zu "No-Go-Areas" werden ließe. Ohne Änderungen blieben diese Räume nach Schulschluss unwirtlich und potenziell gefährlich für junge Menschen, so die Argumentation.

Der BfS-Antrag zur Aufrüstung der Schulhofbeleuchtung wurde von allen anderen Ratsfraktionen einstimmig abgelehnt. Die Entscheidung lässt die bestehenden Sicherheitsbedenken ungelöst – alternative Lösungen sind vorerst nicht in Sicht. Das BfS bestätigte, in künftigen Debatten weiter auf Verbesserungen drängen zu wollen.

Quelle