Sixt kämpft gegen EU-Pläne zur Elektrifizierung von Firmenflotten bis 2035
Hannah BöhmSixt kämpft gegen EU-Pläne zur Elektrifizierung von Firmenflotten bis 2035
EU-Pläne zur Elektrifizierung von Firmenflotten stoßen auf Widerstand des Autovermieters Sixt
Der Vorstoß der EU, Unternehmensflotten zu elektrifizieren, trifft auf scharfe Kritik des Autovermieters Sixt. Das Unternehmen bezeichnet die geplanten Vorschriften als "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren" und warnt vor steigenden Kosten für Kunden. Während die Fristen näher rücken, laufen die Verhandlungen über das Automobil-Paket der Europäischen Kommission nun auf Hochtouren.
Laut den EU-Plänen müssen deutsche Firmenflotten rasant auf Fahrzeuge mit niedrigen oder null Emissionen umsteigen. Das Ziel liegt bei 83 Prozent bis 2030 und soll bis 2035 auf 95 Prozent steigen. Diese Vorgaben sind Teil des umfassenderen Automobil-Pakets, das derzeit diskutiert wird.
Sixt-Chef Konstantin Sixt übt scharfe Kritik an den Maßnahmen und prognostiziert höhere Mietpreise, falls die Regeln umgesetzt werden. Zudem verweist er auf Umsetzungsprobleme und die Abhängigkeit Europas von chinesischen Batterielieferanten. Das Unternehmen argumentiert, der Wandel könnte den Betrieb stören und die Ausgaben in die Höhe treiben.
Unterdessen hat die deutsche Regierung ihre Position gelockert. Ursprünglich hatte sich Berlin für den strengen Zeitplan der Kommission bis 2025 ausgesprochen, jetzt setzt man auf mehr Flexibilität. Aufgrund des Branchen Drucks gibt es Forderungen nach angepassten Quoten – die grundsätzlichen Elektrifizierungsziele bleiben jedoch bestehen.
Die Pläne der EU zur Flotten-Elektrifizierung bleiben umstritten. Sixts Warnungen vor höheren Kosten und Risiken in der Lieferkette heizen die Debatte über die Machbarkeit weiter an. Während die Verhandlungen noch laufen, könnten sich die endgültigen Regelungen noch ändern – doch Unternehmen bereiten sich bereits auf höhere Ausgaben und operative Herausforderungen vor.






