30 March 2026, 22:16

Siemens plant radikale Umstrukturierung zu einer integrierten Tech-Gruppe

Wertpapierbescheinigung für Inhaberaktien ausgestellt von Landore Siemens Steel Company Limited, ein Papierdokument mit Unternehmensdetails wie Name und Adresse.

Siemens plant radikale Umstrukturierung zu einer integrierten Tech-Gruppe

Siemens erwägt im Rahmen seiner Strategie "One Tech Company" eine umfassende interne Umstrukturierung. Dem Plan zufolge könnten die beiden zentralen Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure aufgelöst werden, um den Konzern von einem breiten Mischkonzern zu einer stärker integrierten Technologiegruppe umzubauen. Der Schritt folgt auf die Vorstellung der Strategie durch Vorstandschef Roland Busch vor eineinhalb Jahren.

Bei der geplanten Neuordnung würden die Geschäftsbereiche der aufgelösten Sparten direkt der Siemens-Konzernführung unterstellt. Diese Zentralisierung soll doppelte Strukturen abbauen und verhindern, dass ähnliche Technologien parallel entwickelt werden. Zudem wird eine engere Zusammenarbeit zwischen den verbleibenden Einheiten erwartet – insbesondere nach der Ausgliederung von Siemens Healthineers.

Aktuell leiten Matthias Rebellius und Cedrik Neike die Sparten Smart Infrastructure bzw. Digital Industries. Von den Veränderungen könnten indirekt rund 79.400 Mitarbeiter der Sparte Smart Infrastructure betroffen sein, allerdings sind keine Stellenstreichungen geplant. Weltweit beschäftigt Siemens etwa 318.000 Menschen, die genauen Zahlen für Digital Industries wurden jedoch nicht bekannt gegeben.

Das Unternehmen bestätigte die Details nicht und lehnte eine Stellungnahme zu einem Bericht der "Handelsblatt" ab. Zwar stehe noch keine endgültige Entscheidung, doch seien bereits Anpassungen in den Bereichen Vertrieb, Einkauf und Entwicklung vorgesehen.

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Die Umstrukturierung würde einen deutlichen Wandel in der Siemens-Organisation bedeuten und die Unternehmensstruktur unter einem einheitlichen, technologiefokussierten Modell straffen. Falls der Plan umgesetzt wird, könnte dies die Art und Weise verändern, wie Siemens seine Produkte entwickelt und auf den Markt bringt – und das ohne Personalabbau.

Quelle