10 June 2026, 05:00

Sieben Bewerber:innen kämpfen um die ORF-Generaldirektion und ihre Reformpläne

Sieben Bewerber:innen kämpfen um die ORF-Zukunft ab 2027

Sieben Bewerber:innen kämpfen um die ORF-Generaldirektion und ihre Reformpläne

Sieben Bewerber:innen streben die Position der oder des ORF-Generaldirektor:in ab 2027 an. Im Rahmen einer offiziellen Anhörung präsentierten sie ihre Visionen für die Zukunft des österreichischen Rundfunks – mit klaren Schwerpunkten auf Modernisierung, Kosteneffizienz und der Rückgewinnung jüngerer Zielgruppen. Die Kandidaten – Robert Altenburger, Markus Breitenecker, Johannes Larcher, Clemens Pig, Eva Schutz, Lisa Totzauer und Kathrin Zierhut-Kunz – waren sich einig, dass der ORF dringend reformiert werden muss. Zentrale Themen waren dabei die Digitalisierung, eine stärkere regionale Verankerung sowie eine straffere Haushaltsführung, um die finanzielle Stabilität des Senders zu sichern.

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Markus Breitenecker schlug vor, den Spartensender ORF III wieder in den Hauptsender zu integrieren, um zusätzliche Einnahmen zu generieren und betriebliche Synergien zu schaffen. Lisa Totzauer verwies darauf, dass der ORF derzeit einen geringeren Anteil seines Budgets für Inhalte aufwendet als vergleichbare Medienhäuser – ein Punkt, der ihrer Meinung nach die Programmqualität beeinträchtigt. Clemens Pig kündigte an, zunächst bei den Führungsebenen mit Sparmaßnahmen zu beginnen und die Unternehmensstruktur zu verschlanken, um die Effizienz zu steigern.

Ein weiterer Konsens unter den Bewerber:innen war die Einführung einer Gehaltsobergrenze für ORF-Mitarbeiter:innen, auch wenn konkrete Beträge nicht genannt wurden. Robert Altenburger ergänzte dies mit der Forderung nach einem Mindestlohnstandard innerhalb der Organisation, um faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Der oder die künftige Generaldirektor:in wird 2027 mit einem klaren Auftrag antreten: der digitale Ausbau, eine stärkere regionale Ausrichtung und eine zurückhaltende Finanzpolitik sollen den ORF zukunftsfähig machen. Die Anhörung zeigte, dass alle Bewerber:innen ähnliche Prioritäten setzen, auch wenn die konkreten Umsetzungswege variieren. Die Entscheidung wird fallen müssen, wer den ORF am besten durch die anstehenden Veränderungen führen kann – sowohl inhaltlich als auch wirtschaftlich.

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