Schwerer Kindesmissbrauch: Prozess gegen Lehrerin und Ex-Abgeordneten beginnt
Hannah BöhmSchwerer Kindesmissbrauch: Prozess gegen Lehrerin und Ex-Abgeordneten beginnt
Ein aufsehenerregender Prozess wegen Kindesmissbrauchs soll im kommenden Monat in Braunschweig beginnen. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen eine ehemalige Lehrerin aus Goslar und ein Ex-Abgeordneter des Bundestags. Beide müssen sich wegen schwerer Straftaten gegen Kinder verantworten, darunter sexueller Missbrauch und die Verbreitung expliziten Materials.
Die Verhandlung wird am 10. März vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Braunschweig eröffnet. Vier Verhandlungstage sind angesetzt, um die Vorwürfe zu prüfen.
Die Angeklagte, eine Lehrerin aus Goslar, sieht sich mehreren Anschuldigungen gegenüber. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, ihren damals siebenjährigen Sohn sexuell missbraucht und dabei explizite Fotos angefertigt zu haben. Zudem soll sie kinderpornografisches Material hergestellt und verbreitet haben, darunter Nacktaufnahmen ihrer sieben- und neunjährigen Söhne. Diese Bilder habe sie bewusst an den Mitangeklagten gesendet, in dem Wissen, dass er sie als befriedigend empfinden würde.
Der ehemalige Politiker wird beschuldigt, denselben Jungen während eines Besuchs in der Wohnung der Frau sexuell missbraucht zu haben. Darüber hinaus muss er sich wegen des Besitzes von Kinderpornografie und des sexuellen Missbrauchs von Kindern verantworten.
Das Opfer in diesem Fall ist der heute im Zentrum des Verfahrens stehende Sohn der Angeklagten.
Im Prozess geht es um Vorwürfe wie sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen, die Herstellung von Kinderpornografie und die Verbreitung expliziten Materials. Das Gericht wird Beweise prüfen, die beide Angeklagten mit den mutmaßlichen Straftaten in Verbindung bringen. Ein Urteil wird nach den vier Verhandlungstagen erwartet.
