14 April 2026, 11:03

Schweiz lehnt Pflicht-Nachrüstung von Lkw mit Toten-Winkel-Warnern ab

Ein Präsentationsschieb mit Fahrzeugen auf einer Straße und Text.

Schweiz lehnt Pflicht-Nachrüstung von Lkw mit Toten-Winkel-Warnern ab

Die Schweizer Regierung hat einen Vorstoß abgelehnt, der die Nachrüstung älterer Lastwagen und Busse mit Toten-Winkel-Warnsystemen vorschreiben sollte. Die Entscheidung folgt auf eine parlamentarische Initiative von Bruno Storni, der argumentierte, dass eine solche Technologie tödliche Zusammenstöße mit Radfahrern und Fußgängern verhindern könnte.

Zwischen 2011 und 2024 führten Unfälle im Toten Winkel in der Schweiz zu 26 Toten, 35 Schwerverletzten und 70 Leichtverletzten. Betroffen sind dabei häufig besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer, was die Dringlichkeit von Sicherheitsverbesserungen unterstreicht.

Bruno Storni, Sozialdemokrat und Initiant der Vorlage, setzte sich für die Nachrüstung von rund 60.000 zugelassenen Lastwagen mit Warnsystemen ein. Er behauptete, bestehende Assistenztechnologien wie akustische Signale könnten den Toten Winkel für Fahrer vollständig beseitigen. Die Landesregierung sah dies jedoch anders.

Als Hauptgrund führte der Bundesrat die hohen Kosten an: Die Umrüstung eines jeden Fahrzeugs würde etwa 5.000 Schweizer Franken kosten, was landesweit auf geschätzte 300 Millionen Franken käme. Zudem zweifelten die Behörden die Zuverlässigkeit vieler Warnsysteme an und verwiesen auf schlechte Ergebnisse in Tests.

Ein weiterer Faktor war die natürliche Erneuerung der Lkw-Flotte. In der Schweiz bleiben Fahrzeuge im Schnitt etwa acht Jahre im Einsatz. Bis Regelungen und Übergangszeiten finalisiert wären, würden viele ältere Lastwagen voraussichtlich bereits durch neuere Modelle ersetzt worden sein – die oft bereits serienmäßig mit Toten-Winkel-Technologie ausgestattet sind.

Die Entscheidung des Bundesrats bedeutet, dass es keine verpflichtende Nachrüstung geben wird. Stattdessen setzt die Regierung auf den schrittweisen Ersatz älterer Fahrzeuge durch sicherere Modelle. Damit bleiben bestehende Lastwagen auf absehbare Zeit ohne modernisierte Warnsysteme.

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