20 April 2026, 12:34

Schutzgelderpressung in Chiapas: Venezolaner drohen Geschäftsmann mit Familiengewalt

Plakat mit der Überschrift "Verbrecher der mexikanischen Drogenhandelgewalt" mit Bildern verschiedener Personen und fetter schwarzer Schrift auf hellblauem Hintergrund.

Schutzgelderpressung in Chiapas: Venezolaner drohen Geschäftsmann mit Familiengewalt

In Tapachula im Bundesstaat Chiapas sind zwei venezolanische Männer wegen des Verdachts der schweren Erpressung festgenommen worden. Das Duo soll von einem örtlichen Geschäftsmann Schutzgeld erpresst und dabei dessen Familie bedroht haben. Bei der Razzia beschlagnahmten die Behörden zudem Drogen, Bargeld sowie Materialien, die mutmaßlich mit Bandenaktivitäten in Verbindung stehen.

Bei einer separaten Aktion wurden drei weitere Personen unter dem Verdacht des Drogenhandels und möglicher Verbindungen zur organisierten Kriminalität in Gewahrsam genommen.

Die Festnahmen erfolgten nach monatelangen Drohungen gegen das Opfer, das zwischen Februar und März erpresserische Anrufe auf seinem Telefon erhalten hatte. Ronald N. und Luis Enrique N. sollen dabei sogenannte "derecho de piso" gefordert haben – ein lokaler Begriff für Zwangsabgaben, die Unternehmen an Kriminelle zahlen müssen, um geschäftsfähig zu bleiben. Als sich der Geschäftsmann weigerte, drohten die Verdächtigen damit, seiner Familie etwas anzutun.

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Eine gemeinsame Operation von Landesicherheitskräften, der mexikanischen Armee und der Nationalgarde führte schließlich zur Ergreifung der Männer. Bei der Durchsuchung beschlagnahmten die Beamten 50 Tütchen Crackkokain, 24 Beutel Kokain in Pulverform und 47 Tüten Marihuana. Zudem fanden sie Bargeld und zehn Visitenkarten, die vermutlich mit dem Drogenhandel in Verbindung stehen. Beide Festgenommene wurden inzwischen in Untersuchungshaft überstellt.

Unterdessen wurden in einem weiteren Fall Jorge N., Joha N. und Juayohe N. unter dem Verdacht von Drogendelikten und möglicher Bandenzugehörigkeit verhaftet. Die Festnahmen erfolgten im Rahmen laufender Bemühungen, die organisierte Kriminalität in der Region zu zerschlagen.

Den beiden venezolanischen Staatsbürgern drohen nun juristische Konsequenzen wegen Erpressung und möglicher Drogenstraftaten. Die beschlagnahmten Gegenstände deuten auf umfangreichere kriminelle Aktivitäten in der Gegend hin. Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an; weitere Anklagepunkte sind möglich, sobald die Beweislage gesichtet ist.

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