10 March 2026, 16:13

Schleuserbande in Hannover zerschlagen: Acht Jahre Haft für skrupellose Menschenhändler

Eine große Menschenmenge, die die Straße vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, entlanggeht, mit vielen, die Mützen und Taschen tragen, und Schildern auf der linken Seite, mit Bäumen, Zelten, Ballons und einem Bogen im Hintergrund.

Schleuserbande in Hannover zerschlagen: Acht Jahre Haft für skrupellose Menschenhändler

Schleuserring in Hannover zerschlagen – Haftstrafen bis zu acht Jahren

Nach monatelangen Ermittlungen ist ein Schleuserring in Hannover ausgehoben worden. Das Landgericht Hannover verurteilte sechs Bandenmitglieder zu Haftstrafen zwischen einem und acht Jahren. Die Gruppe hatte ihre Opfer unter lebensgefährlichen Bedingungen in gemieteten Fahrzeugen transportiert.

Die Bundeskriminalpolizeiliche Ermittlungsgruppe in Rostock nahm die Ermittlungen gegen das Schleusernetzwerk im November 2023 auf. Im Januar 2025 folgte eine Razzia in fünf Bundesländern, bei der fünf irakische Tatverdächtige im Alter von 25 bis 41 Jahren festgenommen wurden. Durchsucht wurde unter anderem eine Shisha-Bar in Hannover, die der Bande als Treffpunkt und Rückzugsort diente.

Der Anführer der Gruppe erhielt mit acht Jahren die höchste Strafe für die Organisation des Schleusernetzwerks. Ein weiterer Komplize wurde zu drei Jahren und sechs Monaten verurteilt, weil er die Transportfahrten begleitete und Anweisungen erteilte. Zwei weitere Mitglieder mussten für die Anwerbung von Fahrern und die Beschaffung von Fahrzeugen Haftstrafen von sechs Jahren bzw. vier Jahren und vier Monaten antreten. Der Betreiber der Bar, der der Bande Unterschlupf gewährte, erhielt eine dreijährige Freiheitsstrafe.

Die Opfer waren in überfüllten Ladeflächen von Kleinlastwagen und Transportern unterwegs gewesen – unter extremen Sicherheitsrisiken. Während das Urteil gegen einen Angeklagten bereits rechtskräftig ist, haben die übrigen Verurteilten Revision eingelegt.

Die Verurteilungen beenden eine großangelegte Ermittlung gegen ein kriminelles Netzwerk, das Schutzbedürftige skrupellos ausbeutete. Die Behörden bestätigten, dass die Machenschaften der Bande für die Geschleusten lebensbedrohliche Gefahren darstellten. Für die meisten Verurteilten geht das Verfahren nun in die Berufungsinstanz.