Satelliten von OQ Technology sollen Funklöcher in Europa für immer schließen
Hannah BöhmSatelliten von OQ Technology sollen Funklöcher in Europa für immer schließen
Europäisches Satellitenunternehmen OQ Technology baut Netz aus, um Funklöcher in abgelegenen Gebieten zu schließen
Das von der EU geförderte Satellitenunternehmen OQ Technology erweitert sein Netzwerk, um Versorgungslücken im Mobilfunk in entlegenen Regionen zu beheben. Das Unternehmen betreibt bereits fünf Satelliten und plant, seine Flotte in den kommenden Jahren deutlich auszubauen. Gleichzeitig setzen auch Deutschlands größte Telekommunikationsanbieter auf weltraumgestützte Lösungen, um die Konnektivität zu verbessern.
Aktuell umfasst die Satellitenflotte von OQ Technology fünf Einheiten im Orbit, drei weitere sollen noch in diesem Jahr starten. Bis Ende 2027 will das Unternehmen 48 Satelliten in Betrieb haben und die Zahl bis 2028 oder 2029 auf 150 erhöhen. Diese Expansion soll eine durchgehende Abdeckung für datenintensive Anwendungen ermöglichen – darunter auch Notfallkommunikation bei Katastrophen.
Die Satelliten des Unternehmens werden von Europa aus gesteuert und konzentrieren sich auf die Versorgung europäischer Kunden. Ziel ist es, Funklöcher durch die Ergänzung herkömmlicher Mobilfunknetze zu beseitigen. Die Europäische Kommission unterstützt das Projekt finanziell, um die Umsetzung zu beschleunigen.
Auch in Deutschland setzen die Telekommunikationsriesen auf ähnliche Strategien. O2 Telefónica arbeitet mit OQ Technology zusammen, um ab Anfang 2027 in Mecklenburg-Vorpommern Satellitenverbindungen zu testen. Ein Teststandort nahe Waren am Müritzsee dient als Pilotprojekt für die Kooperation.
Die Deutsche Telekom kooperiert unterdessen mit Starlink, um Mobilfunkempfang in abgelegene Gebiete zu bringen – der Start der Dienste ist für 2028 geplant. Vodafone wiederum hat ein Joint Venture mit AST SpaceMobile gegründet, um in Deutschland weltraumgestützten Mobilfunk anzubieten, allerdings steht ein konkretes Startdatum noch aus.
Der Trend zu satellitengestützten Mobilfunknetzen gewinnt in Europa an Fahrt. Durch den Ausbau der OQ-Technology-Flotte und Partnerschaften mit großen Anbietern wie O2 Telefónica soll selbst in den abgelegensten Regionen eine zuverlässige Versorgung sichergestellt werden. Bei Erfolg könnten diese Initiativen die Notfallkommunikation und den alltäglichen Datenaustausch auf dem gesamten Kontinent revolutionieren.






