Salzgitter stellt gedruckten Abfallkalender ein – digitale Alternativen übernehmen
Elias WernerSalzgitter stellt gedruckten Abfallkalender ein – digitale Alternativen übernehmen
Die Stadt Salzgitter stellt den Druck und die Zustellung ihres jährlichen Abfallkalenders ein. Ab dem Jahr 2025/2026 werden die Bürgerinnen und Bürger die bekannte Broschüre nicht mehr per Post erhalten. Stattdessen setzt die Stadt auf digitale Alternativen, um Kosten zu sparen und den Papierverbrauch zu reduzieren.
Jahrzehntelang hatte Salzgitter zwischen 50.000 und 65.000 Abfallkalender pro Jahr gedruckt. Die Broschüren wogen bis zu 23 Tonnen und kosteten die Stadt jährlich zwischen 15.000 und 17.000 Euro. Die Entscheidung, diese Praxis zu beenden, ist Teil umfassender Sparmaßnahmen und unterstützt gleichzeitig die Ziele der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes.
Die Stadt war davon ausgegangen, dass die Bürger die Änderung bemerken würden, wenn der Kalender nicht wie gewohnt zusammen mit den gelben Abfallsäcken eintraf. Viele hatten jedoch nicht mitbekommen, dass die gedruckte Version schrittweise abgeschafft wird. Mittlerweile geben die Verantwortlichen zu, den Übergang klarer und kundenfreundlicher kommunizieren müssen. Als Ersatz bietet der Städtische Servicebetrieb Salzgitter (SRB) die App MyMüll.de an. Mit diesem kostenlosen Tool können Nutzer Abholtermine prüfen, Erinnerungen einrichten und Push-Benachrichtigungen erhalten. Eine Webversion steht ebenfalls zur Verfügung, um wöchentliche Entsorgungspläne zu erstellen und die jährlichen Abholzeiten einzusehen.
Für Bürger ohne Internetzugang oder Smartphone gibt es weiterhin Lösungen: Gedruckte Exemplare des Kalenders können in den Bürgerbüros und anderen städtischen Anlaufstellen abgeholt werden. Ältere Mitbürger oder Personen, die Unterstützung benötigen, können sich unter der Nummer +49 5341 839 3741 an die Abfallberatung des SRB wenden.
Der Verzicht auf gedruckte Kalender soll nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Umwelt entlasten. Digitale Hilfsmittel und persönliche Beratung sind nun die Hauptwege, um an Informationen zur Abfallentsorgung zu gelangen. Die Stadt ruft alle, die mit der Umstellung Schwierigkeiten haben, dazu auf, sich bei Bedarf Hilfe zu holen.
