Russlands Haushalte kämpfen mit explodierenden Nebenkosten seit Januar
Hannah BöhmRusslands Haushalte kämpfen mit explodierenden Nebenkosten seit Januar
In ganz Russland sind die Haushalte seit Januar mit stark gestiegenen Nebenkosten konfrontiert. In der Region Chabarowsk und anderen Gebieten berichten einige Anwohner von Verdopplungen oder Erhöhungen um bis zu ein Drittel. Die plötzlichen Preissprünge haben eine offizielle Reaktion der Aufsichtsbehörden ausgelöst.
Der Föderale Antimonopoldienst (FAS) hat Prüfungen eingeleitet, um zu klären, ob die drastischen Preiserhöhungen gerechtfertigt sind. Bereits laufen Untersuchungen in der Oblast Tjumen und im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen. Weitere Kontrollen sind in der Region Sachalin, der Oblast Pskow und Udmurtien geplant.
Eine Erhöhung des Grund-Mehrwertsteuersatzes um 2 Prozent zum 1. Januar führte zu einer Tarifanpassung von 1,7 Prozent. Diese Änderung erklärt jedoch nicht die deutlich höheren Steigerungen auf den Rechnungen. Ohne individuelle Zähler werden die Gebühren stattdessen auf Basis durchschnittlicher Verbrauchswerte berechnet.
Auf Nachfrage lehnte es die Regionalstelle des FAS in Chabarowsk ab, Stellung zu nehmen. Als Begründung für ihr Schweigen gaben die Beamten an, keine Weisungen von der Zentrale erhalten zu haben.
Der FAS prüft nun, ob die drastischen Erhöhungen der Nebenkosten rechtmäßig sind. In mehreren Regionen sehen sich die Bewohner seit Jahresbeginn mit Rechnungen konfrontiert, die um bis zu ein Drittel gestiegen sind. Die Ergebnisse der Prüfungen werden entscheiden, ob weitere Maßnahmen gegen die Versorger ergriffen werden.






