30 January 2026, 08:27

Riesige Batteriespeicher in Alfeld und Lingen revolutionieren Deutschlands Energienetz

Eine Ladestation für Elektrofahrzeuge mit einer Maschine, Kabeln und einer Texttafel, vor dem Hintergrund von Gebäuden, Bäumen, Polen, Kabeln und dem Himmel.

Riesige Batteriespeicher in Alfeld und Lingen revolutionieren Deutschlands Energienetz

Deutschlands Energiespeicherbranche steht vor einem Wachstumsschub: Zwei Großprojekte für Batteriespeicher nehmen Gestalt an

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Der deutsche Markt für Energiespeicherlösungen erlebt einen bedeutenden Aufschwung – aktuell laufen zwei großangelegte Batterieprojekte an. Das Unternehmen Kyon Energy hat in Alfeld ein System mit einer Leistung von 137,5 Megawatt (MW) und einer Kapazität von 282 Megawattstunden (MWh) ans Netz angeschlossen. Gleichzeitig bereitet RWE in Lingen den Bau einer noch größeren Anlage vor. Beide Vorhaben werden eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung des Stromnetzes und der Integration erneuerbarer Energien spielen.

Kyon Energys Projekt in Alfeld hat mit der Netzanbindung über eine 110-kV-Umspannstation des Netzbetreibers Avacon einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Anlage, die bis zu 282 MWh speichern kann, soll im August 2026 den vollen kommerziellen Betrieb aufnehmen. Nach ihrer Fertigstellung könnte sie zu diesem Zeitpunkt das größte Batteriespeicherkraftwerk (BESS) Deutschlands sein.

Unterdessen gab RWE am 2. Februar 2026 die finale Investitionsentscheidung für den Bau eines Zwei-Stunden-BESS in Lingen (Niedersachsen) bekannt. Die Anlage wird aus 200 Lithium-Ionen-Batteriemodulen, 100 Wechselrichtern sowie über 50 Mittelspannungstransformatoren und zwei Hochspannungstransformatoren bestehen. Anders als das Alfeld-System wird das Linger Projekt über netzbildende Fähigkeiten verfügen, die zur Netzstabilität beitragen und eine vorhersehbare Strompreisentwicklung unterstützen.

Die Anbindung des Linger BESS an das Netz erfolgt über das neu Errichtung Umspannwerk Hilgenburg, das vom Übertragungsnetzbetreiber Amprion betrieben wird. Die Bauarbeiten laufen bereits, die vollständige Inbetriebnahme ist für 2028 geplant. Beide Projekte markieren einen Wandel im deutschen Energiespeichermarkt, da sich Entwickler zunehmend auf Anlagen mit einer Kapazität von über 700 MWh bzw. 800 MWh konzentrieren.

Die Projekte in Alfeld und Lingen leiten eine neue Ära für die deutsche Batteriespeicherbranche ein. Sobald sie in Betrieb sind, werden sie eine entscheidende Stütze für die Netzstabilität und den Ausbau erneuerbarer Energien bilden. Ihr großindustrielles Design setzt neue Maßstäbe für künftige Energiespeicherprojekte im Land.