12 June 2026, 22:32

Republikaner wollen H-1B-Visum radikal reformieren – was das für Fachkräfte bedeutet

Migratorische Initiative geht gegen Fachkräfte

Republikaner wollen H-1B-Visum radikal reformieren – was das für Fachkräfte bedeutet

Republikanische Abgeordnete haben einen neuen Gesetzentwurf eingebracht, der das H-1B-Visumprogramm grundlegend reformieren soll. Der „American White-Collar Worker Jobs Act“ schlägt weitreichende Änderungen des Systems vor, das ausländischen Fachkräften die Ausübung spezialisierter Tätigkeiten in den USA ermöglicht.

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Der Entwurf zielt auf zentrale Elemente des H-1B-Visums ab: Die maximale Visumsdauer würde von sechs auf zwei Jahre verkürzt, und Bewerber mit den höchsten Gehaltsangeboten hätten Vorrang. Zudem müssten Visuminhaber nachweisen, dass sie ihren Hauptwohnsitz im Heimatland beibehalten und nicht beabsichtigen, dauerhaft in den USA zu bleiben.

Darüber hinaus sieht das Gesetz die Abschaffung des Optional Practical Training (OPT)-Programms für internationale Studierende vor. Auch die „Dual-Intent“-Klausel würde gestrichen, was H-1B-Inhabern den Weg zur dauerhaften Aufenthaltserlaubnis versperren würde.

Die Initiative reiht sich in die Bemühungen der Trump-Regierung ein, die legale Einwanderung stärker zu kontrollieren. Zu den jüngsten Maßnahmen gehören regulatorische Änderungen, die höhere Löhne im H-1B-Programm begünstigen sollen, sowie der Vorschlag einer zusätzlichen Gebühr von 100.000 Dollar für neue Visumanträge. Letzte Woche stoppte jedoch ein Bundesrichter die Umsetzung dieser Gebühr.

Unterstützung erhält der Entwurf von Gruppen wie U.S. Tech Workers, dem Immigration Accountability Project und der Federation for American Immigration Reform (FAIR). Ob das Gesetz verabschiedet wird, bleibt jedoch ungewiss. Die Aussichten sind angesichts der knappen republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus und des zu erwartenden Widerstands von Demokraten, gemäßigteren Republikanern sowie Wirtschaftsverbänden, die auf hochqualifizierte ausländische Arbeitskräfte angewiesen sind, schwierig. Sollte der Entwurf jedoch in Kraft treten, würde dies einen tiefgreifenden Wandel in der US-Einwanderungspolitik für Fachkräfte bedeuten.

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