Rente mit 70? Warum viele Arbeitnehmer das kaum schaffen werden
Die Vorstellung, mit 65 Jahren in den Ruhestand zu gehen, wird für viele Arbeitnehmer immer unrealistischer. Die Bundesregierung plant, das Renteneintrittsalter schrittweise auf 70 Jahre anzuheben, was die Diskussion über längere Arbeitsbiografien weiter anheizt. Arbeitsministerin Bärbel Bas hat einen schrittweisen Anstieg des Renteneintrittsalters vorgeschlagen. Diese Entwicklung gewinnt zunehmend an Fahrt, da Studien zeigen, dass die Produktivität im höheren Lebensalter oft bis weit in die Neunziger erhalten bleibt.
Trotz dieser Erkenntnisse wird der Ruhestand mit 70 Jahren für die meisten Arbeitnehmer wohl unerreichbar bleiben. Gleichzeitig bleiben Spitzenkräfte wie Xi Jinping, Wladimir Putin, Benjamin Netanjahu und Donald Trump auch im höheren Alter aktiv und einflussreich.
Auch in anderen Bereichen sind ältere Persönlichkeiten präsent: Dick Advocaat, 78, wird bei der Weltmeisterschaft auf Julian Nagelsmanns deutsche Mannschaft treffen. Zudem hat die FDP den 74-jährigen Wolfgang Kubicki zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Friedrich Merz, 70, hat im Rennen um die Kanzlerschaft in der konservativen Union keine älteren Konkurrenten. Die Debatte um ein höheres Renteneintrittsalter zeigt, wie sich die Arbeitswelt und die Vorstellungen vom Ruhestand wandeln. Für viele Menschen wird es künftig normal sein, länger zu arbeiten, während ältere Persönlichkeiten in Politik und Sport weiterhin prägend wirken.






