24 April 2026, 04:11

RB Leipzig steht hinter Trainerin Marie-Louise Eta nach sexistischen Online-Angriffen

Plakat für die Nationalen Liga für Frauen-Dienstleistungen mit zwei Personen nebeneinanderstehend und Text über die Organisation und ihre Mission.

RB Leipzig steht hinter Trainerin Marie-Louise Eta nach sexistischen Online-Angriffen

RB Leipzig verteidigt Frauenfußball-Trainerin Marie-Louise Eta nach Online-Angriffen wegen ihrer Rolle im Männerprofifußball

Der Verein reagierte damit auf eine Diskussion in den sozialen Medien mit dem 1. FC Union Berlin vor dem bevorstehenden Aufeinandertreffen beider Teams. Eta, die erste Cheftrainerin in der Geschichte der deutschen Bundesliga, ist seit ihrem Amtsantritt Ziel sexistischer Kommentare.

Die beiden Mannschaften treffen am Freitag um 20:30 Uhr MEZ in Leipzig aufeinander – die Partie wird live bei Sky übertragen.

Auslöser des Vorfalls war eine Stellungnahme von Union Berlins Direktor für Profifußball, Horst Heldt, der jüngste Angriffe auf Eta verurteilte. RB Leipzig antwortete daraufhin auf einen Tweet von Union Berlin über den anstehenden Besuch in Leipzig mit Fotos von Eta. Die Bilder, die die Trainerin ursprünglich im Januar 2023 als Teil ihres Jahresrückblicks gepostet hatte, zeigen sie mit Spielern und dem damaligen Leipzig-Trainer Marco Rose. Der Verein versah den Beitrag mit der Bildunterschrift: "Euer Cheftrainer fand die Stadt nicht nur ganz nett…"

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Eta hatte Ende 2022 während ihrer Ausbildung zur UEFA-Pro-Lizenz ein Praktikum bei RB Leipzig absolviert. In dieser Zeit hospitierte sie bei Rose und sammelte praktische Erfahrungen im Profifußball-Umfeld. Der Verein äußerte sich später begeistert über ihre Rückkehr und betonte die Bedeutung von Frauen in Führungspositionen innerhalb der Organisation.

Einige Nutzer in sozialen Medien warfen RB Leipzig vor, der Beitrag sei sexistisch. Der Verein wies diese Vorwürfe zurück und bekräftigte seine Unterstützung für Eta und ihre Leistungen im Fußball.

Die Auseinandersetzung lenkt erneut den Blick auf die Herausforderungen, mit denen Frauen im Männerprofifußball konfrontiert sind. Etas Ernennung zur Cheftrainerin markierte zwar einen historischen Moment, doch sie zeigt auch, wie verbreitet sexistische Angriffe im Netz nach wie vor sind. Die öffentliche Rückendeckung durch RB Leipzig unterstreicht die Haltung des Vereins zu Inklusion und Respekt im Sport.

Quelle