Razzia in Nischni Nowgorod: 300 Migrationsverstöße und vier Festnahmen
Lotta BrandtRazzia in Nischni Nowgorod: 300 Migrationsverstöße und vier Festnahmen
Behörden in Nischni Nowgorod haben bei einer dreitägigen Razzia fast 300 Verstöße gegen das Migrationsrecht aufgedeckt. Vier Staatsbürger aus Südasien wurden festgenommen, weil sie gegen russische Einwanderungsgesetze verstoßen hatten. Bei der Aktion kam es zu Geldstrafen, Festnahmen und möglichen Abschiebungen.
Die Kontrollen erstreckten sich über drei Tage, wobei Beamte Arbeitsplätze und Wohnungen überprüften. Zwei der Migranten wurden an ihren Arbeitsstellen angetroffen, die anderen beiden in ihren Wohnungen. Ein Betroffener verfügte zwar über eine Arbeitserlaubnis – diese galt jedoch für eine andere Region und einen anderen Beruf, nicht für die Autowäsche, in der er beschäftigt war.
Drei der Festgenommenen hatten ihr Touristenvisum überzogen. Alle vier wurden in ein Abschiebegewahrsam gebracht und müssen mit einer Abschiebung rechnen. Zudem wurden gegen sie Geldstrafen in Höhe von insgesamt 24.000 Rubel verhängt.
Die Behörden leiteten 12 Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Verstöße ein. Arbeitgeber, die mit den Fällen in Verbindung stehen, geraten nun unter die Lupe und könnten mit verwaltungsrechtlichen oder sogar strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Aktion unterstreicht die anhaltend strenge Durchsetzung der Migrationsregeln in der Region. Die vier festgenommenen Migranten werden nach Zahlung der Geldstrafen abgeschoben. Den beteiligten Arbeitgebern drohen weiterhin rechtliche Folgen wegen ihrer Rolle bei den Verstößen.






