Ramsloher Karnevalsumzug: Friedlich, aber mit rassistischen Parolen und Polizeieinsätzen
Lotta BrandtRamsloher Karnevalsumzug: Friedlich, aber mit rassistischen Parolen und Polizeieinsätzen
Ramsloher Karnevalsumzug diesmal weitgehend friedlich – aber mit mehreren Polizeieinsätzen
Der diesjährige Karnevalsumzug in Ramsloh verlief größtenteils friedlich, doch kam es zu mehreren Vorfällen, die ein Eingreifen der Polizei erforderlich machten – darunter rassistische Parolen und körperliche Auseinandersetzungen.
Während der Feierlichkeiten wurden drei Männer dabei gehört, wie sie "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" skandierten. Die Behörden bestätigten später, dass gegen drei Personen offiziell Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet wurde. Die Ermittlungen dauern noch an, bisher wurden jedoch keine Anklagen erhoben.
Die Beamten registrierten zudem einen übermäßigen Alkoholkonsum auf den Umzugswagen. Ein Teilnehmer wurde vom Mitwirken ausgeschlossen, nachdem er das zulässige Gewicht für seinen Wagen überschritten hatte. Um die Ordnung aufrechtzuerhalten, erließen die Behörden zehn Platzverweise – so konnte die Veranstaltung ohne größere Störungen fortgesetzt werden.
Nach dem Umzug kam es auf dem anschließenden Fest zu Spannungen. Bei einer Auseinandersetzung eskalierte die Situation derart, dass ein Polizist gewaltsam zurückgehalten werden musste. In einem weiteren Vorfall erlitt ein Beamter eine Daumenverletzung und musste ärztlich im Krankenhaus behandelt werden.
Der Karneval in Ramsloh verlief zwar weitgehend ohne schwere Zwischenfälle, doch musste die Polizei mehrfach eingreifen. Eine Anzeige wegen Volksverhetzung wurde offiziell erstattet, die Ermittlungen laufen noch. Die Platzverweise und Verletzungen verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen die Behörden bei Großveranstaltungen stehen.
