Rai-Sport-Journalisten streiken nach peinlichen Olympia-Pannern
Journalist:innen von Rai Sport werden nach den Winterspielen einen dreitägigen Streik durchführen. Die Protestaktion folgt massiver Kritik an der Berichterstattung des Senders über die olympische Eröffnungsfeier in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Während des Arbeitskampfes verweigern die Mitarbeiter:innen, ihre Namen unter Artikel oder Sendungen zu setzen.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Fehler während der Live-Übertragung der Zeremonie. Paolo Petrecca, der Direktor von Rai Sport, moderierte die Veranstaltung, unterliefen dabei jedoch mehrere peinliche Patzer. So stellte er die italienische Schauspielerin Matilda De Angelis fälschlicherweise als die US-Sängerin Mariah Carey vor. Zudem behauptete er irrtümlich, die Zuschauer sähen Bilder aus dem Olympischen Stadion in Rom – obwohl die Übertragung tatsächlich aus Mailands San Siro kam.
Ein Krisentreffen zwischen Journalist:innen und der Geschäftsführung am Dienstag blieb ohne Ergebnis. De Angelis reagierte später mit einem ironischen Instagram-Post auf den Fauxpas: „Nennt mich bitte Mariah!“
Der Streik beginnt unmittelbar nach dem Ende der Winterspiele. Die Belegschaft protestiert gegen das, was sie als „unprofessionelle Abwicklung“ der Übertragung bezeichnet. Während der drei Protesttage werden Rai-Sport-Journalist:innen ihre Namensnennung unter allen Inhalten zurückhalten. Der Arbeitskampf unterstreicht die anhaltenden Spannungen um die redaktionellen Standards beim Sender. Die Führungsebene hat sich bisher nicht dazu geäußert, wie sich der Streik auf künftige Berichterstattungen auswirken wird.






