Pyrotechnik überschattet Bayerns Pokalsieg – und entfacht Sicherheitsdebatte
Lotta BrandtPyrotechnik überschattet Bayerns Pokalsieg – und entfacht Sicherheitsdebatte
DFB-Pokal-Finale 2023: Bayern München siegt gegen den VfB Stuttgart – Pyrotechnik überschattet das Spiel
Das DFB-Pokal-Finale 2023 zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart wurde durch Pyrotechnik überschattet und hat die Debatte über Stadionsecurity neu entfacht. Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, fordert seitdem strengere Kontrollen, um das Verbot solcher Gegenstände konsequenter durchzusetzen. Seine Forderungen kommen vor der Innenministerkonferenz in Hamburg, auf der das Thema erneut auf der Tagesordnung steht.
Der FC Bayern München sicherte sich mit einem 3:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart den Titel. Das Spiel wurde jedoch für mehrere Minuten unterbrochen, nachdem Fans Pyrotechnik gezündet hatten. Trotz der Störung wurde die Partie fortgesetzt und nicht abgebrochen.
Reul kritisierte die Entscheidung, das Spiel weiterlaufen zu lassen. Er zeigte sich „fassungslos“, dass Schiedsrichter Sven Jablonski die Fortsetzung erlaubt habe. Zudem äußerte der Minister Unzufriedenheit mit dem bisherigen Stand der Sicherheitsmaßnahmen in Stadien.
Bereits auf der Innenministerkonferenz im Dezember 2022 in Bremen waren Fanproteste und Stadiongewalt ein zentrales Thema. Damals wurden jedoch keine Beschlüsse zu umstrittenen Maßnahmen wie personalisierten Tickets, flächendeckenden Ausweiskontrollen, Gesichtserkennung oder KI-Überwachung gefasst. Wie der Spiegel berichtet, fehlen im aktuellen Entwurf weiterhin konkrete Schritte.
Reul pocht darauf, dass die Vereine die Kontrollen verschärfen müssen, um das absolute Pyrotechnik-Verbot durchzusetzen. Auf der anstehenden Konferenz in Hamburg wird die Thematik erneut beraten. Die Behörden stehen weiterhin unter Druck, klarere und wirksamere Sicherheitsvorkehrungen einzuführen.






