Putin unterzeichnet schärferes Gesetz gegen Telefon- und Internetbetrug in Russland
Hannah BöhmPutin unterzeichnet schärferes Gesetz gegen Telefon- und Internetbetrug in Russland
Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein neues Gesetz unterzeichnet, das Betrug per Telefon und im Internet bekämpfen soll. Das Gesetz sieht fast 30 Maßnahmen vor, um die bestehenden Regeln gegen Cyberkriminalität zu verschärfen und Verbraucher besser zu schützen. Ein zentraler Bestandteil des Gesetzes ist die Einführung einer zentralen Datenbank mit IMEI-Codes für Mobilgeräte. Diese listet zugelassene und verbotene Kennungen auf, um den Missbrauch von Geräten zu verhindern.
Mobilfunkanbieter sind nun verpflichtet, verdächtige Telefonnummern an eine staatliche Datenbank zu melden und diese zu sperren. Zudem können sie auf Wunsch der Eltern SIM-Karten auf Kinder übertragen. Bewohner der Region Nischni Nowgorod erhalten die Möglichkeit, eingehende internationale Anrufe zu blockieren, um sich vor Betrugsversuchen zu schützen.
Im Finanzbereich müssen Banken verschärfte Auflagen bei der Absicherung ihrer Mobil-Apps und offiziellen Websites einhalten. Verdächtige Geldüberweisungen werden für sechs Stunden blockiert, um eine Überprüfung zu ermöglichen. Privatpersonen dürfen künftig maximal 20 Bankkarten besitzen. Unternehmen, die durch unterlassene Schutzmaßnahmen finanzielle Verluste verursachen, haften auf Schadensersatz. Mit dem neuen Gesetz will Russland die Sicherheit im digitalen Zahlungsverkehr und in der Telekommunikation erhöhen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Betrugsfälle zu reduzieren und die Rechte von Verbrauchern und Unternehmen zu stärken.
