Prozess um ungewollten Kuss gegen Polizistin beim Schützenfest Hannover
Noah WeberSchützen küssen Polizistin - Prozess wegen Belästigung - Prozess um ungewollten Kuss gegen Polizistin beim Schützenfest Hannover
Zwei Männer im Alter von 34 und 44 Jahren müssen sich vor dem Landgericht Hannover wegen des Vorwurfs verantworten, eine Polizistin ohne deren Einwilligung geküsst zu haben. Die Tat soll während des Schützenumzugs im vergangenen Jahr stattgefunden haben, einem Höhepunkt des berühmten Hannoverschen Schützenfests. Der Prozess beginnt am 29. Januar, nachdem beide Angeklagten gegen vorherige Strafbefehle Widerspruch eingelegt hatten.
Der angebliche Übergriff ereignete sich im Juli 2023 während des traditionellen Schützenumzugs – einem zentralen Bestandteil des Schützenfests, des größten Schützenfests der Welt. Den beiden Männern wird vorgeworfen, der Beamtin in den Oberarm gegriffen und sie beidseitig nahe dem Mund auf die Wangen geküsst zu haben. Die betroffene Polizistin gab später an, sich "emotional überfordert" gefühlt zu haben.
Für die Verhandlung wurden 14 Zeugen geladen. Die Angeklagten hatten zunächst Strafbefehle erhalten, legten jedoch Einspruch ein, woraufhin es zu einer Hauptverhandlung kam. Das Hannoversche Schützenfest zog im vergangenen Jahr rund 800.000 Besucher an und zählt damit zu den größten öffentlichen Veranstaltungen der Region.
Im Prozess wird es um den Vorwurf der sexuellen Belästigung gehen. Ein Urteil könnte richtungsweisend für ähnliche Fälle ungewollter körperlicher Nähe bei Großveranstaltungen sein. Die Verhandlung soll noch in diesem Monat beginnen.
