Proteste in Hamburg nach US-Militärschlag gegen Maduro in Venezuela
Elias WernerDemonstration in Hamburg - "USA aus Venezuela raus" - Proteste in Hamburg nach US-Militärschlag gegen Maduro in Venezuela
Die USA haben Militärschläge in Venezuela durchgeführt und bei einer Razzia Präsident Nicolás Maduro festgenommen. Die Operation fand in den frühen Morgenstunden des Samstags Ortszeit statt. Gegen den Angriff formierte sich schnell Protest in deutschen Städten – in Hamburg versammelten sich rund 300 Menschen, um ihre Ablehnung kundzutun.
Die Demonstranten in Hamburg zogen am Sonntag auf die Straße und hielten Schilder mit Parolen wie „USA raus aus Venezuela“ oder „Venezuela geht uns alle an“. Trotz Schnee und eisiger Temperaturen blieb der Protest friedlich, während die Teilnehmenden durch die Innenstadt marschierten. Die namentlich nicht bekannten Organisatoren hatten über soziale Medien mobilisiert und damit vor allem Anhänger linker Gruppen erreicht.
Weitere Kundgebungen sind für Sonntag in Hamburg und Kiel geplant. Die Proteste folgen auf Maduros Festnahme; die USA kündigten an, ihn in New York wegen Vorwürfen wie Drogenhandel vor Gericht zu stellen. Auch seine Ehefrau wurde bei der Aktion festgenommen. Die spontanen Demonstrationen waren eine direkte Reaktion auf den Militärschlag der USA und die Ergreifung des venezolanischen Präsidenten. Keine offizielle Organisation bekannte sich zu den Aktionen, doch die Aufrufe zum Protest verbreiteten sich rasant im Netz.
Die US-Angriffe und Maduros Inhaftierung haben in Deutschland umgehend Widerspruch ausgelöst. Weitere Proteste sind angekündigt, während die Organisatoren weiterhin über soziale Medien für Unterstützung werben. Maduro muss sich nun vor einem US-Gericht verantworten, während die öffentliche Ablehnung der Operation wächst.
