25 June 2026, 04:13

Proteste am Kurfürstendamm: RAW-Gelände zwischen Kulturerbe und Zwangsräumung

Protest auf dem Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

Proteste am Kurfürstendamm: RAW-Gelände zwischen Kulturerbe und Zwangsräumung

Heute fand auf dem Kurfürstendamm eine Demonstration unter dem Motto „RAW für alle – Cassiopeia & Co. müssen bleiben“ statt. Dutzende Menschen versammelten sich mit Livemusik und Reden, um sich gegen die Räumung der Mieter auf dem RAW-Gelände auszusprechen. Der historische Ort, einst für die Wartung von Reichsbahn-Zügen genutzt, beherbergt heute Kulturstätten, Konzertlocations und Märkte.

Das RAW-Gelände in Berlin blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich ein Bahnbetriebswerk, wurde es nach dem Fall der Berliner Mauer aufgegeben. Heute finden sich dort Konzertbühnen, ein großer Biergarten, eine Skatehalle, eine Kletterhalle, Lagerhallen, ein Weihnachtsmarkt und ein Flohmarkt.

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Die Spannungen haben sich in letzter Zeit zugespitzt, seit es Pläne für die Umgestaltung des Areals gibt. Im Januar beantragte die Kurth-Gruppe eine beschleunigte Baugenehmigung für den Wohnungsbau. Streitpunkt ist die Anzahl der zu errichtenden Wohnungen sowie der Erhalt der historischen Hallen, in denen derzeit Clubs und Kulturprojekte untergebracht sind.

Mitte Mai legten Senat und Bezirk einen Rahmenvertrag vor, den die Kurth-Gruppe jedoch ablehnte. In der Folge wurden einige Mieter, darunter der Club Cassiopeia, aufgefordert, Teile der Räumlichkeiten zu räumen. Der Club droht nun bereits ab nächster Woche die Zwangsräumung.

Die Proteste verdeutlichen den Konflikt zwischen städtebaulichen Plänen und Kulturerhalt. Der Club Cassiopeia und andere Mieter könnten das RAW-Gelände bald verlassen müssen. Wie der Streit ausgeht, bleibt vorerst ungewiss.

Quelle