17 June 2026, 16:16

Pro Bahn attackiert MVG-Pläne: U-Bahn- und Straßenbahn-Kürzungen gefährden Münchner Verkehrswende

Verkehrsbündnis kritisiert Pläne zur Streichung von Verbindungen und fordert Ausbau des ÖPNV in München

Pro Bahn attackiert MVG-Pläne: U-Bahn- und Straßenbahn-Kürzungen gefährden Münchner Verkehrswende

Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat die geplanten Fahrplanänderungen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für 2026/2027 scharf kritisiert. Die Vorschläge sehen unter anderem Kürzungen auf stark frequentierten Strecken wie der U-Bahn-Linie U7 und der Straßenbahnlinie 25 vor. Die Organisation warnt, dass diese Einschränkungen die wachsende Nachfrage nicht decken und den Verkehrswandel in der Stadt behindern würden.

Laut Pro Bahn sind die geplanten Anpassungen eine direkte Folge des angespannten Haushalts der Landeshauptstadt. Die Gruppe wirft der Politik vor, in der Vergangenheit weniger sinnvolle Projekte priorisiert zu haben, sodass nun zu wenig Mittel für den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs übrig blieben. Sie fordert daher klare finanzielle Zusagen von kommunaler, Landes- und Bundesseite, um das System nachhaltig zu stärken.

Die Organisation besteht mindestens auf eine inflationsbereinigte, kontinuierliche Pro-Kopf-Förderung durch die Stadt. Zudem kritisiert sie Ineffizienzen im aktuellen System, etwa ungelöste Kapazitätsprobleme in Werkstätten und Abstellanlagen. Pro Bahn betont, dass eine bessere Infrastrukturplanung sowohl Kosten senken als auch die Servicequalität verbessern könnte.

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Ziel bleibt, die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs in München zu steigern und die geplante Verkehrswende voranzutreiben. Ohne stabile Finanzierung und klügere Steuerung, so die Warnung, drohe die Stadt ihre Verkehrsziele zu verfehlen.

Die geplanten Kürzungen bei der U7 und der Straßenbahnlinie 25 stoßen auf massiven Widerstand. Mit ihren Forderungen nach dauerhafter Finanzierung und Effizienzreformen will Pro Bahn Rückschritte in der Münchner Verkehrsentwicklung verhindern. Ob dies gelingt, hängt davon ab, ob die Verantwortlichen die aufgeworfenen Haushalts- und Planungsfragen angehen.

Quelle