Potsdams Toleranzfest feiert Vielfalt und Widerstand gegen Extremismus
Lotta BrandtPotsdams Toleranzfest feiert Vielfalt und Widerstand gegen Extremismus
Potsdam feiert mit dem fünften Toleranzfest Offenheit und Vielfalt
In Potsdam fand kürzlich das fünfte Toleranzfest statt – ein Fest der Weltoffenheit und kulturellen Vielfalt. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle nutzte die Veranstaltung, um zum Widerstand gegen den wachsenden Extremismus und die Angriffe auf demokratische Werte aufzurufen.
Die Wurzeln des Festes reichen bis ins Jahr 1685 zurück, als Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg das Potsdamer Edikt erließ. Damit lud er französische Hugenotten ein, sich in der Region niederzulassen, und trug so zum Wiederaufbau nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges bei.
2008 wurde das Neue Potsdamer Toleranzedikt verabschiedet, das das Bekenntnis der Stadt zu Integration und Weltoffenheit erneuerte. Das diesjährige Fest, organisiert vom Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt, SV Babelsberg 03, dem Oberlinhaus und Christoph Miethke, bot Sport, Spiele, Musik und kulturelle Aktivitäten.
Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel warb auf Instagram für das Fest und rief zur Teilnahme auf. Später zeigte sie sich erfreut über alle, die sich aktiv für Toleranz, Demokratie und eine Stadt für alle einsetzen.
Ministerin Schüle warnte vor den zunehmenden Gefahren für eine offene Gesellschaft – von Ausgrenzung über extremistische Positionen bis hin zu rassistischen Vorfällen. Das Fest stand als Mahnmal für Potsdams lange Tradition, Vielfalt willkommen zu heißen und Spaltung entgegenzutreten.






