Polizei und Ahmadiyya-Gemeinde in Nordhorn stärken Dialog für mehr Sicherheit
Lotta BrandtPolizei und Ahmadiyya-Gemeinde in Nordhorn stärken Dialog für mehr Sicherheit
Vertreter der Ahmadiyya Muslim Jamaat-Gemeinde in Nordhorn haben kürzlich ein Treffen mit der örtlichen Polizei im Nordhorner Polizeirevier abgehalten. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Stärkung der Beziehungen zwischen den Strafverfolgungsbehörden und der religiösen Gemeinschaft. Thematisiert wurden unter anderem Kriminalprävention, Jugendarbeit und der gesellschaftliche Zusammenhalt. Beide Seiten betonten die Bedeutung eines offenen Dialogs und der Zusammenarbeit.
Gastgeber der Begegnung war das Polizeikommissariat Emsland/Grafschaft Bentheim. Die Leiterin des Nordhorner Reviers, Frau Bruns, begrüßte die Gäste, darunter Jazib Ahmad Aziz, der Imam der Gemeinde, sowie Rizwan Ranjah, der sich für den interreligiösen Dialog engagiert. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, wie junge Menschen besser erreicht, zu sozialer Verantwortung erzogen und zu respektvollem Verhalten angeleitet werden können.
Jörg Reurik, ein Polizeibeamter mit Schwerpunkt Präventionsarbeit, stellte bestehende Programme für Jugendliche vor. Zudem wurden Möglichkeiten erörtert, das gegenseitige Verständnis zwischen Polizei und der Ahmadiyya-Gemeinde zu vertiefen. Beide Seiten waren sich einig, dass ein fortlaufender Austausch das Vertrauen stärken und gemeinsame Anliegen angehen werde.
Die Ahmadiyya-Gemeinde betreibt in Nordhorn die Sadiq-Moschee in der Sachsenstraße. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu ihren Moscheen bundesweit vor, doch gibt es größere Zentren in Städten wie Dietzenbach, Berlin und Hamburg. Mit rund 40.000 Mitgliedern in Deutschland setzt sich die Gemeinschaft aktiv für den interreligiösen Dialog ein.
Die Polizei bekräftigte ihre Bereitschaft, eng mit der Ahmadiyya-Gemeinde zusammenzuarbeiten. Künftige Kooperationen sollen sich auf präventive Maßnahmen und Jugendinitiativen konzentrieren, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Beide Seiten sehen den fortlaufenden Dialog als konkreten Schritt hin zu einer sichereren und inklusiveren Gemeinschaft.






