Polizei in Niedersachsen lehnt Pflichtkennzeichnung für Beamte ab

Admin User
1 Min.
Zwei Polizeibeamte stehen vor einem Rednerpult, einer hält Papiere und spricht in ein Mikrofon, mit einer Fahne, einem Tisch und einer Tafel mit Symbolen und Text im Hintergrund.

Polizei in Niedersachsen lehnt Pflichtkennzeichnung für Beamte ab

Polizeigewerkschaften und Datenschutzbeauftragte in Niedersachsen haben sich gegen Pläne zur verpflichtenden Kennzeichnung von Beamten ausgesprochen. Der Vorschlag stößt bei mehreren Gruppen auf Kritik, darunter der DV ZPD, der DPolG Niedersachsen und der Landesdatenschutzbehörde. Die Bedenken reichen von Datenschutzrisiken über zusätzliche Belastungen im Einsatz bis hin zu möglichen Gefahren für die Sicherheit der Beamten.

Die DV ZPD und die DPolG Niedersachsen argumentieren, dass die bestehenden Systeme bereits für ausreichende Transparenz sorgen. Die bisherige Praxis, bei der Einsatzkräfte durch sichtbare taktische Rückennummern identifizierbar sind, habe sich bewährt und ermögliche eine Nachverfolgung ohne zusätzliche Maßnahmen. Beide Organisationen betonen, dass das Vertrauen in die Professionalität der Polizei im Vordergrund stehen sollte.

Die Ablehnung unterstreicht tiefe Sorgen hinsichtlich Datenschutz, Sicherheit und operativer Effizienz. Ohne klare Belege für ein bestehendes Problem argumentieren Kritiker, dass eine verpflichtende Kennzeichnung mehr Schaden als Nutzen bringen würde. Vorerst bleibt die Debatte ungelöst, und es gibt keine unmittelbaren Pläne für eine Umsetzung.