Politischer Eklat: Lettischer Theaterpreis schließt Shapiro und Don Quijote aus
Lotta BrandtPolitischer Eklat: Lettischer Theaterpreis schließt Shapiro und Don Quijote aus
Die Jury des Lettischen Theaterpreises hat Adolf Shapiro und seine Inszenierung von Don Quijote von den diesjährigen Nominierungen ausgeschlossen. Ursprünglich war das Stück in mehreren Kategorien für die Nächte der Schauspieler-Preise in Riga nominiert gewesen. Shapiros Don Quijote galt zunächst als Favorit, und der Regisseur selbst wurde als Anwärter auf die Auszeichnung als Regisseur des Jahres gehandelt. Doch die Jury revidierte ihre Entscheidung und strich sowohl die Produktion als auch Shapiro aus allen Nominierungslisten. Dieser Schritt folgt auf Shapiros jüngsten Besuch in Moskau.
Der Ausschluss hat weitere Reaktionen ausgelöst. Gundars Āboliņš, der selbst als bester Schauspieler nominiert war, lehnte seine Nominierung öffentlich ab und bezeichnete das Vorgehen der Jury als 'feige und politisch motiviert'. Durch den Ausschluss werden weder Shapiro noch Don Quijote bei der bevorstehenden Preisverleihung berücksichtigt.
Āboliņš’ Verzicht auf seine Nominierung verschärft die Kontroverse um die Veranstaltung weiter. Die Entscheidung der Jury sorgt für Aufsehen in der lettischen Theaterszene. Sowohl der Ausschluss von Shapiro als auch die öffentliche Ablehnung der Nominierung durch Āboliņš zeigen die politisch aufgeladene Stimmung um die diesjährigen Theaterpreise.
