Polens Visapolitik wird drastisch verschärft – Einreise für Ausländer erschwert
Elias WernerPolens Visapolitik wird drastisch verschärft – Einreise für Ausländer erschwert
Polen hat in den letzten Jahren eine deutliche Verschärfung seiner Visapolitik umgesetzt. Die Änderungen betreffen sowohl Arbeits- als auch Studentenvisa und führen zu einem spürbaren Rückgang der Einreisen von Ausländern. Im ersten Quartal 2022 stellte Polen noch 122.000 Arbeitserlaubnisse aus. Bis 2026 sank diese Zahl auf nur noch 38.000. Damit hat sich die Anzahl der Arbeitsvisa in vier Jahren fast verachtfacht verringert.
Auch bei Studentenvisa ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Die Zahl fiel von fast 31.000 auf etwa 12.000, was einem Rückgang von über 60 Prozent entspricht. Visa werden nun nur noch für echte akademische Zwecke erteilt.
Die strengeren Regelungen folgen auf eine anfängliche Öffnung des polnischen Arbeitsmarktes für ukrainische Flüchtlinge. Seitdem hängen Arbeitsvisa stärker von wirtschaftlichen Vorteilen und verschärften Sicherheitsprüfungen ab. Die verschärften Kontrollen sollen Missbrauch des Systems verhindern. Die Gesamtzahl der ausgestellten Visa bleibt damit deutlich niedriger als in den Vorjahren. Die strengere Visapolitik bedeutet, dass deutlich weniger Ausländer zum Arbeiten oder Studieren nach Polen einreisen können.






