10 May 2026, 08:13

Pflegeversicherung vor 22-Milliarden-Loch: Warken plant Beitragsreform für Spitzenverdiener

Deutsches Auslandsdarlehen-Zertifikat aus dem Jahr 1924 mit einem Porträt einer Frau, mit gedrucktem Text und numerischen Denominationen.

Pflegeversicherung vor 22-Milliarden-Loch: Warken plant Beitragsreform für Spitzenverdiener

Deutschlands Pflegeversicherung steht vor massiven Finanzproblemen – in den kommenden zwei Jahren droht ein Defizit von über 22 Milliarden Euro. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat nun Reformpläne angekündigt, die höhere Beiträge und eine stärkere Belastung von Spitzenverdienern vorsehen.

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Das System kämpft seit Jahren mit strukturellen Problemen: Die Ausgaben übersteigen ständig die Einnahmen. Warken kritisierte frühere Regierungen für die Ausweitung der Leistungen und bezeichnete den aktuellen Zustand der Pflegeversicherung als „katastrophal“. Eine Abschaffung der fünfstufigen Pflegegrade, die durch vorherige Reformen eingeführt wurden, schloss sie jedoch aus.

Bis Mitte Mai will die Ministerin Kostensenkungsmaßnahmen und strukturelle Änderungen vorlegen. Ein zentraler Punkt ist die Erhöhung der Beiträge für Besserverdiener. Bisher liegt die Bemessungsgrenze für die Höchstbeiträge bei einem Bruttomonatseinkommen von 5.812 Euro.

Warkens Ziel ist es, die Finanzierung zu stabilisieren, ohne die Mehrheit der Versicherten zusätzlich zu belasten. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass wohlhabendere Bürger künftig mehr zur Rettung des Systems beitragen müssen.

Die Reformen sollen das wachsende Defizit bekämpfen, ohne die bestehenden Pflegeleistungen zu kürzen. Falls die Pläne umgesetzt werden, würden höhere Einkommensgruppen stärker zur Kasse gebeten und strengere Finanzkontrollen eingeführt. Die finalen Vorschläge sollen in den nächsten Wochen vorgelegt werden.

Quelle