17 June 2026, 18:37

Pfändungsschutz: Warum P-Konten Betroffene oft im Stich lassen

Pfändungsschutzkonten in der Kritik: Warum Betroffene oft ohne Geld dastehen

Pfändungsschutz: Warum P-Konten Betroffene oft im Stich lassen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (AG SBV) hat schwerwiegende Mängel bei deutschen Pfändungsschutzkonten (P-Konten) aufgedeckt. Jeden Monat sind zwischen 300.000 und 350.000 Konten in Deutschland von Pfändungsbeschlüssen betroffen. Betroffene sehen sich dabei mit erheblichen Problemen konfrontiert, die den Zugang zu dringend benötigtem Geld erschweren. Schuldnerberater:innen der Caritas Kempen-Viersen beobachten regelmäßig Verzögerungen bei der Umstellung auf P-Konten. Oft setzen Banken die gesetzlichen Freibeträge nicht schnell genug um, was dazu führt, dass Betroffene länger als nötig ohne Zugang zu ihren Mitteln bleiben. In solchen Fällen sperren die Banken automatisch alle Gelder auf dem betroffenen Konto.

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Kund:innen müssen dann selbst aktiv werden und ihr Konto in ein P-Konto umwandeln, um auf geschützte Mittel zugreifen zu können. Simone Stahn-Florian, Schuldnerberaterin bei der Caritas Viersen, kritisiert das aktuelle System wegen seiner rechtlichen Unklarheiten. Diese Themen stehen im Mittelpunkt der Aktionswoche Schuldnerberatung, die vom 15. bis 19. Juni stattfindet. Stahn-Florian fordert klarere Vorgaben für Banken, bessere Zugänge zu Beratungsangeboten, gut geschultes Personal sowie konsequente Sanktionen bei Verstößen gegen Pfändungsverfahren. Die Probleme zeigen, wie dringend Reformen sind, um die Situation für Betroffene zu verbessern.

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