Patientenwille ignoriert: 79-Jähriger stirbt gegen seine Verfügung in der Heidekreis-Klinik

Admin User
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Ein Krankenhauszimmer mit mehreren Betten, auf denen Patienten liegen, Infusionsflaschen auf Ständern zwischen den Betten und eine Frau mit einer Tasche in der Nähe eines Patienten.

Patientenwille ignoriert: 79-Jähriger stirbt gegen seine Verfügung in der Heidekreis-Klinik

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Bis zuletzt selbstbestimmt: Pfleger wirft Heidekreis-Klinik vor, Patientenwillen zu ignorieren, Unsicherheiten bei solchen Verfügungen sind weit verbreitet

Ein 79-jähriger Mann starb im Heidekreis-Klinikum, nachdem seine Patientenverfügung laut Vorwürfen fast eine Woche lang missachtet worden war. Der Patient hatte darin eindeutig festgehalten, dass er in Fällen unheilbarer Erkrankungen oder schwerer Hirnschäden keine lebensverlängernden Maßnahmen wünschte. Dennoch versetzten ihn die Ärzte in ein künstliches Koma und hielten ihn gegen seinen Willen an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Der Mann war mit einem schweren Krankheitsbild in die Heidekreis-Klinik eingeliefert worden. Noch am Tag seiner Aufnahme übergab sein Betreuer dem Personal eine Patientenverfügung, in der seine Wünsche für das Lebensende dokumentiert waren. Das Schriftstück besagte, dass er keine lebensverlängernden Maßnahmen wollte, falls er an einer tödlichen Krankheit litt, sich in einem unumkehrbaren Sterbeprozess befand oder aufgrund von Hirnschäden dauerhaft nicht mehr kommunizieren könnte.

Der Fall wirft Fragen auf, wie Patientenverfügungen in der Intensivmedizin umgesetzt werden. Erst als der Hausarzt des Mannes eingriff und die unerwünschten Behandlungen stoppte, trat der Tod ein. Die Klinik betont, man habe rechtmäßig gehandelt, während der Pfleger darauf besteht, dass der Mann seine letzten Tage gegen seinen klar geäußerten Willen verbringen musste.