Ostfalia startet flexibles Weiterbildungsprogramm für Rettungskräfte und Leitstellen
Lotta BrandtOstfalia startet flexibles Weiterbildungsprogramm für Rettungskräfte und Leitstellen
Die Fakultät Gesundheit der Ostfalia Hochschule hat ein neues Forschungsprojekt gestartet, das die berufliche Weiterentwicklung im Rettungsdienst fördern soll. Die Initiative mit dem Titel „HLF R/NK tW – Offene Hochschule für Leitstellen, Feuerwehr und Rettungsdienst“ zielt darauf ab, die Lücke zwischen Berufserfahrung und akademischer Bildung für Einsatzkräfte zu schließen.
Im Rahmen des Projekts entsteht ein flexibles, modulares Weiterbildungsprogramm, das speziell auf Mitarbeiter:innen von Leitstellen, Feuerwehren und Rettungsdiensten zugeschnitten ist. Geplant sind sechs Module zu Themen wie „Kindernotfälle im Rettungsdienst“ und „Einsatzführung bei Großschadenslagen“.
Federführend sind die Ostfalia-Forscherinnen Professorin Dr. Ilka Benner, Professorin Dr. Melanie Lietz und Professorin Dr. Sandra Tschupke. Sie arbeiten eng mit Praxispartnern zusammen, darunter das Ausbildungszentrum Notfall- und Intensivmedizin, die Interdisziplinäre Task Force für Notfall- und Katastrophenmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover sowie die Feuer- und Katastrophenschutzabteilung der Stadt Wolfsburg.
Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des Programms „Hochschulen öffnen“ der NBank mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und des Landes Niedersachsen. Die Laufzeit erstreckt sich vom 1. Juni 2026 bis zum 31. Dezember 2028.
Ziel der Initiative ist die Entwicklung eines transdisziplinären Programms, das die Ausbildung von Fachkräften in der Notfallversorgung und im Katastrophenmanagement verbessert. Nach der Konzeption sollen Teile des Programms in Pilotkursen erprobt werden. Langfristig soll so der Übergang von der praktischen Erfahrung in eine formale Hochschulbildung erleichtert werden.
