Österreichs 5-Milliarden-Plan: Höhere Steuern für Konzerne und Entlastung für Arbeitnehmer
Hannah BöhmÖsterreichs 5-Milliarden-Plan: Höhere Steuern für Konzerne und Entlastung für Arbeitnehmer
Finanzminister Markus Marterbauer hat dem Nationalrat einen Konsolidierungsplan im Volumen von 5 Milliarden Euro präsentiert. Das Vorhaben soll das Haushaltsdefizit Österreichs verringern und die Vorgaben der EU-Fiskalregeln erfüllen.
Kernpunkte des Plans sind Ausgabenkürzungen und neue Einnahmequellen. Unternehmen und Banken werden durch höhere Körperschaftssteuern, eine verlängerte Bankenabgabe sowie gestiegene Dividendenausschüttungen staatlicher Beteiligungen stärker zur Kasse gebeten. Größere Konzerne sollen durch eine progressive Steuererhöhung zuerst belastet werden.
Ab 2028 plant die Regierung zudem eine Senkung der Lohnnebenkosten. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenden Strategie, um die Belastung für Arbeitnehmer zu verringern. Langfristiges Ziel ist es, das Haushaltsdefizit bis 2028 unter die EU-Grenze von drei Prozent zu drücken.
Die 5-Milliarden-Strategie stellt den zweiten großen Spar-kurs Österreichs in den letzten Jahren dar. Bei Erfolg wird sie das Defizit reduzieren und die EU-Vorgaben erfüllen. Unternehmen, Banken und staatliche Betriebe übernehmen dabei eine zentrale Rolle bei der Finanzierung der Anpassungen.






