Oldenburgs Boom: Wie die Stadt Wachstum und Wohnungsnot meistert

Admin User
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Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Pfählen, Straßen, Fahrzeugen und Himmel.

Oldenburgs Boom: Wie die Stadt Wachstum und Wohnungsnot meistert

Oldenburg erlebt ein rasantes Wachstum: Die Einwohnerzahl steigt, und die Steuereinnahmen nehmen zu. Bürgermeister Stephanie Krogmann (SPD) betont die positive wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, die durch mehr Arbeitsplätze und eine gestiegene gewerbliche Aktivität vorangetrieben wird.

Doch bleiben Herausforderungen bestehen. Die Stadt kämpft mit einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum und einer schrumpfenden Anzahl an Gewerbeflächen. Die Verantwortlichen setzen nun auf eine gesteuerte Entwicklung, um Fortschritt und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen.

Bürgermeister Krogmann unterstrich die Notwendigkeit, neue Siedlungen innerhalb der Stadtgrenzen zu lenken, anstatt ein unkontrolliertes Wachstum in das Umland zuzulassen. Im Fokus steht die Schaffung strukturierter Zonen für Wohnen und Gewerbe – insbesondere für bezahlbaren Wohnraum in Niedersachsen.

Noch in diesem Jahr soll ein neuer Plan brachliegende Gewerbeflächen aktivieren. Der ehemalige Flugplatz und angrenzende Straßenabschnitte sind dabei zentrale Gebiete für die Neuentwicklung. Gleichzeitig fördert die Stadt Technologiestandorte, darunter den Technologiepark Oldenburg sowie ein stillgelegtes Industrieareal im Süden. Ein großes Vorhaben ist das bereits laufende Projekt MediTech Oldenburg, ein neues Viertel für Medizintechnik. Mit einer Förderung von 3,4 Millionen Euro soll es bis 2019 Unternehmen der Branche anziehen. Die Initiative wird von Krogmann gemeinsam mit Dr. Stefan Porschke, dem Wirtschaftsdezernenten der Stadt, vorangetrieben. Ihr Ziel ist es, aus dem Viertel einen Innovations- und Hochtechnologie-Standort mit zukunftssicheren Arbeitsplätzen zu machen.

Das Wachstum Oldenburgs birgt sowohl Chancen als auch Druck. Noch in diesem Jahr sollen neue Wohn- und Gewerbeprojekte an den Start gehen, mit den Bereichen Technologie und Medizintechnik als treibende Kräfte. Gelingen die Vorhaben, könnten sie die Wirtschaft der Stadt neu prägen – und gleichzeitig die Wohnungsnot in Niedersachsen lindern.