01 February 2026, 00:22

Nordhorn gedenkt der Holocaust-Opfer mit bewegender Zeremonie in der Kreuzkirche

Ein Gebäude mit einer Gedenktafel, einem Fenster, einer Tür, einer Lampe, einer Kette und einigen Pflanzen, das Holocaust-Opfern und Kriegsopfern gedenkt.

Nordhorn gedenkt der Holocaust-Opfer mit bewegender Zeremonie in der Kreuzkirche

Feierliche Gedenkveranstaltung in Nordhorn für die Opfer des Holocaust

In Nordhorn fand eine würdevoll gestaltete Zeremonie statt, um der Opfer des Holocaust zu gedenken. Rund 100 Menschen versammelten sich in der Kreuzkirche zum jährlichen Tag der Erinnerung. Mit Reden, Musik und persönlichen Zeugnissen wurde der Vergangenheit gedacht.

Die Moderatorin Marianne Schnelle eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung der Anwesenden. Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule präsentierten anschließend ein Theaterstück und ein Video. Ihr Projekt umfasste fiktive Postkarten, verfasst aus der Perspektive lokaler Opfer der NS-Zeit.

Musikerinnen und Musiker der Nordhorner Musikschule umrahmten die Veranstaltung mit klangvollen Beiträgen und schufen eine nachdenkliche Atmosphäre. Der Holocaust-Überlebende Lodewijk van Mourik trat auf, um sein bewegendes Lebenszeugnis mit dem Publikum zu teilen.

Bürgermeister Thomas Berling richtete sich in einer Ansprache an die Versammelten und bezeichnete den Tag als moralische Verpflichtung für alle Anwesenden. Er erinnerte an die historische Bedeutung des Anlasses. Zudem gedachte die Veranstaltung der etwa 7.000 Menschen, die zwischen 1943 und 1944 aus dem Lager Vught nach Sobibor deportiert und dort größtenteils unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet wurden.

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Die Gedenkfeier vereinte Überlebende, Schülerinnen und Schüler sowie lokale Vertreter, um der Verstorbenen zu gedenken. Durch persönliche Berichte, Musik und Darbietungen sorgte die Veranstaltung dafür, dass die Geschichten der Opfer gehört wurden. Die Organisatoren betonten, wie wichtig es ist, solche Erinnerungsakte für kommende Generationen fortzuführen.