Niedersächsische Apotheker drohen mit Schließungen wegen ausbleibender Gebührenerhöhung

Admin User
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Eine Apotheke mit einem Fahrzeug davor und einem Gebäude in der linken Ecke.

Niedersächsische Apotheker drohen mit Schließungen wegen ausbleibender Gebührenerhöhung

Apotheker in Niedersachsen werfen der Koalition vor, ihr Versprechen zur Erhöhung der Apothekengebühren gebrochen zu haben. Der Niedersächsische Apothekerverband (LAV) kritisiert, dass die Untätigkeit der Regierung viele lokale Apotheken an den Rand des Ruins treibe. In einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil bringen die Apotheker ihre Verärgerung über die blockierte Reform zum Ausdruck.

Der LAV warnt, dass die Patientenversorgung auf dem Spiel stehe, da Apotheken zunehmend in finanzielle Not gerieten. Ohne eine Gebührenerhöhung drohten zahlreiche Schließungen – mit der Folge, dass ganze Gemeinden keinen einfachen Zugang zu Medikamenten mehr hätten. Der Verband befürchtet, dass diese Entwicklung extremistischen Parteien in die Hände spielen könnte.

Kern der Forderungen des LAV ist eine feste Gebühr von 9,50 Euro, um die Apotheken zu stabilisieren und Schließungen zu verhindern. Ohne diese Anpassung, so die Warnung, werde die Arzneimittelversorgung der Patienten leiden. Die nächsten Schritte der Regierung werden zeigen, ob die Reform den Bedürfnissen von Apothekern und Bevölkerung gleichermaßen gerecht wird.