Niedersachsen verdoppelt Windkraftausbau 2025 – doch Ziele bleiben unerreicht
Hannah BöhmAusbau der Windenergie in Niedersachsen nimmt wieder an Fahrt auf - Niedersachsen verdoppelt Windkraftausbau 2025 – doch Ziele bleiben unerreicht
Niedersachsen verzeichnete 2025 einen deutlichen Schub bei der Windkraftnutzung. Der Ausbau der Windenergie im Land fast verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr – doch die selbstgesteckten Jahresziele wurden dennoch verfehlt. Durch die Fertigstellung mehrerer Großprojekte sicherte sich das Bundesland bundesweit den zweiten Platz bei den Neubauten.
Im Jahr 2025 gingen in Niedersachsen 209 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.160 Megawatt (MW) ans Netz – fast doppelt so viel wie 2024. Dennoch verpasste das Land sein Ziel von 1.500 MW. Mehr als ein Drittel der neuen Kapazität entstand durch Repowering, also den Ersatz älterer durch leistungsstärkere Anlagen.
Zu den wichtigsten Projekten zählten der Windpark Esperke bei Neustadt am Rübenberge, den enercity mit vier Nordex-N149-Turbinen errichtete, sowie der Windpark Zeven von Energiequelle GmbH, der neun Vestas-V162-Anlagen umfasst. Acht davon gingen an die Encavis AG, eine weitere an die Bürgerwindpark Wistedt GmbH & Co. KG. Auch die UKA-Gruppe trug zum Ausbau bei und nahm im Rahmen einer 350,2-MW-Expansion bundesweit neue Anlagen in Betrieb, darunter einige in Niedersachsen. Trotz des Zubaus wurden gleichzeitig ältere Turbinen mit einer Leistung von etwa 140 MW stillgelegt.
Ende 2025 stand damit rund jede fünfte Windkraftanlage Deutschlands in Niedersachsen. Das Land stellte zudem mehr als ein Fünftel aller bundesweit neu installierten Turbinen – und belegte damit hinter Nordrhein-Westfalen Platz zwei bei der neu geschaffenen Leistung.
Der Ausbau festigte Niedersachsens Rolle als eine der führenden Windenergie-Regionen Deutschlands. Zwar wurde das eigene Ausbauziel nicht vollständig erreicht, doch die Steigerung der Kapazitäten und die Repowering-Maßnahmen markieren einen wichtigen Fortschritt. Mit fast einem Fünftel aller deutschen Windräder bleibt das Land ein zentraler Motor der Energiewende.
