Niedersachsen senkt Kriminalität – doch Messerangriffe steigen alarmierend an
Elias WernerWeniger Straftaten, Aber Mehr Messerangriffe - Niedersachsen senkt Kriminalität – doch Messerangriffe steigen alarmierend an
Niedersachsen verzeichnet zweiten Rückgang der Kriminalität in Folge – doch Messerangriffe nehmen zu
Niedersachsen hat im zweiten Jahr in Folge weniger Straftaten registriert: 2025 wurden 506.634 Delikte gemeldet. Trotz dieses Rückgangs stiegen Messerangriffe um 130 Fälle – als Reaktion verhängt das Land nun ein flächendeckendes Waffenverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Regelung gilt künftig in Bussen, Zügen, Fähren und auf Bahnhofsgeländen.
Die Gesamtkriminalität im Land sank 2025 erneut und setzte damit den zweijährigen Abwärtstrend fort. Zwar gingen schwere Messerverletzungen um 112 Fälle zurück, doch die Gesamtzahl der Messerdelikte stieg auf 3.185. In den meisten Fällen handelte es sich um Bedrohungen – insgesamt 1.739 – und nicht um tatsächliche Körperverletzungen.
Als Konsequenz weitet die Landesregierung das Waffenverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln aus. Fünf Städte – Hannover, Braunschweig, Göttingen, Osnabrück und Wolfsburg – hatten bereits zuvor entsprechende Verbotszonen eingeführt. Innenministerin Daniela Behrens verwies zudem darauf, dass die Teillegalisierung von Cannabis zu 5.572 weniger Straftaten geführt habe. Gleichzeitig warnte sie, dass das legale Angebot die Nachfrage noch nicht decke.
Behrens erwartet, dass Niedersachsen in den kommenden bundesweiten Vergleichen zu den sichersten Bundesländern zählen wird. Das neue Verkehrsverbot soll die zunehmende Gewalt mit Messern eindämmen, während sich andere Kriminalitätszahlen weiter verbessern.
Das Waffenverbot gilt in allen Bereichen des öffentlichen Verkehrs, einschließlich Bahnsteige und Unterführungen. Die Behörden hoffen, damit die seit Jahren steigenden Messerangriffe zu reduzieren. Gleichzeitig sinkt die Gesamtkriminalität im Land weiter – auch wegen rückläufiger Cannabis-Delikte nach der Legalisierung.