Niedersachsen rüstet sich mit neuer Anti-Waldbrand-Strategie und mehr Löschfahrzeugen

Admin User
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Oberbild: eine Landschaft mit Gras, Bergen und Grün. Unterbild: Fahrzeuge auf einer Straße mit Feuer.

Niedersachsen rüstet sich mit neuer Anti-Waldbrand-Strategie und mehr Löschfahrzeugen

Niedersachsen verstärkt Maßnahmen gegen Waldbrände durch neue Partnerschaft

Das Land Niedersachsen geht mit einer neuen Kooperation gegen die wachsende Gefahr von Waldbränden vor. Das Forstministerium und der Landesfeuerwehrverband haben ihre Zusammenarbeit ausgeweitet, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und die Löschkapazitäten zu verbessern. Die Initiative umfasst neue Warnschilder, spezielle Ausrüstung und eine geförderte Aufklärungskampagne, um den steigenden Brandrisiken in der Region entgegenzuwirken.

Die Kampagne wird im ersten Jahr mit 50.000 Euro unterstützt und erhält bis Mai 2025 zusätzlich 25.000 Euro. Ziel ist es, Besucher über die Gefahren von Waldbränden aufzuklären. Ein neues Warnschild wurde enthüllt, das das Rauchen oder offenes Feuer vom 1. März bis 31. Oktober – und bei Trockenperioden – verbietet. Der Deutsche Wetterdienst stuft die Waldbrandgefahr in fünf Stufen ein, von sehr gering (1) bis sehr hoch (5).

Die Naturfreunde Niedersachsen werden künftig 600 Feuerwarnschilder in den Wäldern des Landes warten. Gleichzeitig wurden 50 Skid Units – geländegängige Löschfahrzeuge für schwer zugängliche Gebiete – an lokale Behörden übergeben. In dieser Woche erhielten Katastrophenschutzteams, Feuerwehrleute und Forstmitarbeiter Schulungen im Umgang mit den neuen Fahrzeugen.

Der Vorstoß erfolgt nach über 27 Vegetationsbränden im Jahr 2023 im Landkreis Heidekreis, die meisten durch menschliches Fehlverhalten verursacht. Forstministerin Miriam Staudte und der Präsident des Feuerwehrverbandes, Olaf Kapke, besiegelten die erweiterte Vereinbarung und betonten die Notwendigkeit von Prävention und schneller Reaktion, um die Wälder zu schützen.

Die ausgeweiteten Maßnahmen umfassen strengere Richtlinien, sichtbarere Warnungen und besser ausgestattete Einsatzkräfte. Da menschliches Verhalten eine Hauptursache für Brände ist, zielt die Kampagne sowohl auf Verhaltensänderungen als auch auf verbesserte Löschtechnik ab. Ministerium und Feuerwehrverband werden das Programm weiterhin überwachen und an die Entwicklung der Brandrisiken anpassen.