New Yorks Mietmarkt am Limit: Gedeckelte Mieten vs. explodierende Lebenshaltungskosten
Elias WernerNew Yorks Mietmarkt am Limit: Gedeckelte Mieten vs. explodierende Lebenshaltungskosten
New Yorks Mietmarkt steht unter wachsendem Druck: Eingefrorene Mieten für preisgebundene Wohnungen prallen auf steigende Kosten
Während die Mieten für preisgebundene Wohnungen in New York City seit Jahren stagnieren, steigen die Lebenshaltungskosten kontinuierlich. Vermieter kämpfen mit der Instandhaltung ihrer Immobilien, während Mieter mit festgeschriebenen Mieten angesichts explodierender Marktpreise kaum noch umziehen können.
Fast 40 Prozent des New Yorker Mietmarktes entfallen auf preisgebundene Wohnungen, deren Mieten selbst bei Gehaltserhöhungen der Mieter nicht angepasst werden. Viele Vermieter können die Betriebskosten kaum noch decken – die Folge sind vernachlässigte Gebäude.
2023 lag die Leerstandsquote bei diesen Wohnungen bei nur etwa einem Prozent. Die hohe Nachfrage bei knappem Angebot trieb die Marktmieten in die Höhe: In Manhattan stieg die Medianmiete auf umgerechnet rund 4.700 Euro pro Monat. Für viele Mieter preisgebundener Wohnungen ist ein Auszug kaum attraktiv – sie müssten auf dem freien Markt ein Vielfaches zahlen.
Die Einkommen der Haushalte in preisgebundenen Wohnungen variieren stark: 2023 lag das Medianeinkommen bei etwa 55.000 Euro, doch fast 30 Prozent verdienten mehr als 92.000 Euro. Gleichzeitig sind für die öffentlichen Mitchell-Lama-Wohnungen Mieterhöhungen geplant, um die gestiegenen Betriebskosten abzufedern.
Die Deckelung der Mieten hält zwar einen Teil des Wohnraums erschwinglich, belastet aber Vermieter und schränkt die Flexibilität der Mieter ein. Während die Marktmieten weiter steigen und die Leerstände gering bleiben, klafft die Schere zwischen preisgebundenen und frei finanzierten Wohnungen immer weiter auseinander.
