Neue Chefin für Niedersachsens politische Bildung: FDP-Politikerin mit klarem Demokratie-Bekenntnis
Lotta BrandtNeue Chefin für Niedersachsens politische Bildung: FDP-Politikerin mit klarem Demokratie-Bekenntnis
Anikó Glogowski-Merten, eine 43-jährige FDP-Politikerin, hat die Leitung der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung übernommen. Die 2017 gegründete Behörde setzt sich für eine stärkere demokratische Teilhabe der Bevölkerung ein und fördert das politische Verständnis. Ihre Ernennung folgt auf jahrelanges Engagement in den Bereichen Bildung, Kulturpolitik und parlamentarische Interessenvertretung.
Glogowski-Merten wuchs in der DDR auf, bevor sie Kunst und Pädagogik in Magdeburg und Eintracht Braunschweigs Universitätsstadt studierte. Später lehrte sie an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und arbeitete als Forumsdirektorin für die Friedrich-Naumann-Stiftung. Bis 2023 war sie als kulturpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion tätig.
Ihre politische Haltung ist geprägt von einem klaren Bekenntnis zu demokratischen Werten. So stimmte sie gegen das Zuwanderungsbegrenzungsgesetz, das von CDU/CSU und der rechtspopulistischen AfD unterstützt wurde. Zudem gehörte sie zu einer Gruppe von Abgeordneten, die eine Prüfung anstrebte, ob die AfD wegen extremistischer Verbindungen verboten werden sollte.
Über ihre politische Arbeit hinaus ist Glogowski-Merten persönlich mit der niedersächsischen Politik verbunden: Sie ist mit dem Braunschweiger Stadtrat Robert Glogowski verheiratet und über ihre Familie mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Gerhard Glogowski verwandt. Falko Mohrs, der SPD-Minister für Wissenschaft und Kultur, begrüßte ihre neue Rolle und lobte ihre Fähigkeit, unterschiedliche Gruppen zusammenzubringen.
Als neue Leiterin der Landeszentrale will Glogowski-Merten deren Wirkungskreis erweitern. Ihr Ansatz setzt auf offene, inklusive und digitale Formate in der Zusammenarbeit mit Schulen, Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Glogowski-Mertens Führung wird die Entwicklung der politischen Bildung in Niedersachsen prägen. Ihr Hintergrund in Lehre, Politik und Advocacy deutet auf einen Fokus auf Zugänglichkeit und moderne Vermittlungsformen hin. Unter ihrer Leitung wird die Behörde weiterhin daran arbeiten, die demokratische Teilhabe der Bevölkerung zu stärken.
